Forschungsprojekt gestartet

0
383
Im Rahmen eines Forschungsprojektes soll herausgefunden werden, inwiefern sich Künstliche Intelligenz (KI) zur Früherkennung von Straftaten im Bereich der Hasskriminalität eignet. (Foto: sdeocoret, https://stock.adobe.com/de/ )

Unter der Leitung der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) hat ein wissenschaftliches Forschungsprojekt zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Früherkennung von Straftaten begonnen. An KISTRA sind neben der ZITiS noch acht weitere Partner beteiligt. Dabei ist das Bundeskriminalamt (BKA) zugleich Partner und Endanwender.

Zu den weiteren Konsortialpartnern zählen die (Technischen) Universitäten Mainz, München, Aachen, Berlin, Darmstadt und Duisburg-Essen. Ebenfalls beteiligt ist ein Privatunternehmen. Das Gesamtbudget beträgt fast drei Millionen Euro. Ziel des dreijährigen Projektes ist die Erforschung der Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für den ethisch und rechtlich vertretbaren Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) durch Sicherheitsbehörden zur frühzeitigen Erkennung und Prävention von Straftaten der Hasskriminalität.

Die Resultate von KISTRA sollen sowohl sozialwissenschaftliche, ethische und rechtliche Gutachten als auch technische Lösungen, wie zum Beispiel Softwaredemonstratoren, umfassen. Eine direkte Anwendung soll dabei im BKA stattfinden. Das Projekt fußt auf der “Schutz von Kriminalität und Terrorismus”-Initiative des nationalen Sicherheitsforschungsprogramms beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Mehrere allgemeine Ziele

Zu den übergeordneten Zielen von KISTRA gehören dabei die Betrachtung der Rechtmäßigkeit sowie der ethischen Vertretbarkeit der angestrebten KI-Lösungen, die Erkennung und sozialwissenschaftliche Betrachtung politisch motivierter Hassreden und -kriminalität im Internet sowie die Erarbeitung und Umsetzung adaptiver KI-Methoden zur Unterstützung der polizeilichen strafrechtlichen Bewertung von Vorgängen, die Hasskriminalität betreffen. Ebenso geht es um die ganzheitliche Betrachtung der einzelnen technischen Komponenten und wissenschaftlichen Ergebnisse sowie deren Übertragung in eine technische Gesamtlösung

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here