Extremwetter-Richtlinie erweitert

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Der Waldzustand in NRW verschlechtert sich, besonders Fichten sind betroffen. (Foto: jplenio, pixabay.com)

Zur Schadensbewältigung im Wald und der Wiederbewaldung hat das nordrhein-westfälische Umweltministerium die Förderangebote der Extremwetter-Richtlinie deutlich erweitert. Künftig werden auch Maßnahmen zur Wiederaufforstung, zur bestands- und bodenschonenden Flächenräumung sowie zur Aufarbeitung abgestorbener Nadelbäume gefördert.

Zudem wird der jährliche Förderhöchstbetrag je Zuwendungsempfänger auf 30.000 Euro verdoppelt. Entsprechende Anträge können ab sofort beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW eingereicht werden. Ursula Heinen-Esser, Umweltministerin von NRW, erklärt: “Unsere Wälder können und müssen aus der aktuellen Krise gestärkt hervorgehen. Mit der Erweiterung der Extremwetter-Richtlinie zur Schadensbewältigung und Wiederbewaldung bieten wir zusätzlich Unterstützung für die Waldbäuerinnen und Waldbauern in der aktuellen Extremsituation. Dies trägt dazu bei, die Weichen für eine nachhaltige Zukunft von Wald, Forst- und Holzwirtschaft zu stellen. Forstpolitisches Ziel sind vielfältige und klimastabile Mischwälder.”

Insgesamt stehen über die forstlichen Förderrichtlinien in diesem Jahr rund 26 Millionen Euro zur Verfügung, hiervon entfallen knapp 21 Millionen Euro auf Angebote der Richtlinie Extremwetterfolgen. Stürme, Dürre und der damit verbundene starke Borkenkäfer-Befall hätten in den vergangenen Jahren zu dramatischen Schäden in Nordrhein-Westfalens Wäldern geführt, so Heinen-Esser. Besonders Fichten waren stark betroffen. Um dem entgegenzuwirken, müssten vielfältige Mischwälder her. Dies führe auch zur Risikominimierung für die Forstbetriebe.

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