Leitstellenumstrukturierung in Thüringen gestartet

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Im Gutachten zu den Leitstellen in Thüringen wurde 2018 die Zusammenlegung zu vier Leistellen favorisiert. (Foto: xBasti1102, CC BY 2.0, www.flickr.com)

In Thüringen werden die Rettungsleitstellen umstrukturiert. Dazu unterzeichneten die an der Umsetzung beteiligten Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte zusammen mit den Verbandsvorsitzenden der Rettungsdienstzweckverbände (RZV) eine Verwaltungsvereinbarung. Bis Ende 2027 sollen mehrere Leitstellen zusammengelegt werden und so sechs neue Regionalleistellen (RLtS) entstehen.

Die Umstrukturierung basiert auf der Grundlage des Leitstellengutachtens, das vor zwei Jahren vorgestellt wurde. Das thüringische Innenministerium übernimmt dabei die zentrale Projektorganisation. Die beteiligten Kommunen setzen an den zukünftigen Standorten der Leitstellen Teilprojekte um. Diese umfassen die Bereiche Bau, Technik Haushalt und Schulung. Die benötigte Leistellentechnik wird durch das Land zentral ausgeschrieben. Die beteiligten Landkreise und kreisfreien Städte erhalten für diese Maßnahmen Zuschüsse in Höhe von 50 Millionen Euro. Die Leitstellen sollen zudem vernetzt werden, um die Übernahme der Aufgaben durch eine andere Stelle bei Ausfällen zu gewährleisten. Ebenso erhalten alle Leitstellen eine BDBOS-konforme Digitalfunkanbindung.

In Thüringen gibt es bisher 13 Leitstellen. Die neuen RLtS entstehen in den Bereichen Nordthüringen, Mittelthüringen, Zella-Mehlis, Gera, Jena und Westthüringen. Die drei Landkreise Weimarer Land, Unstrut-Hainich und Eichsfeld beteiligen sich nicht an der Umstrukturierung.

Das Gutachten zu den Leitstellen in Thüringen bemängelte 2018, dass die Ausstattung der Leitstellen zu unterschiedlich sei und die zu betreuenden Einwohnerzahlen zu sehr variiere. Die Autoren des Gutachtens hielten vier Leitstellen im Bundesland für ausreichend.

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