Ausbildung der Eurofighter-Piloten

0
997
Airbus verbessert die Fähigkeit zur Ausbildung deutscher Eurofighter-Piloten. (Grafik: BS/Airbus)

Airbus hat als Hauptauftragnehmer innerhalb des Konsortiums industrieller Pilotenausbildungssysteme (PSTS – “Pilot Synthetic Training System”) zwei Aufträge zur Erweiterung des Eurofighter-PSTS an der “Main Operating Base” (MOB) in Laage und zur Einführung moderner Simulator-Cockpits an allen Eurofighter-MOBs in Deutschland erhalten.

Der erste Vertrag umfasst die Aufrüstung der bestehenden “Full Mission”-Simulatoren (FMS) und Cockpit-Trainer (CT) in Laage und die Bereitstellung von zwei zusätzlichen FMS des neuen Standards, wodurch die Ausbildungskapazität von zwei auf vier Simulatoren erweitert wird. Damit wird die deutsche Luftwaffe in die Lage versetzt, eine “Four Ship”-Ausbildung an einem einzigen Standort und eine “Multi Ship”-Ausbildung an verteilten, vernetzten Standorten durchzuführen. Aufgrund des neuen Designs der “Visual Display Systems” können die vier FMS ohne größere Infrastrukturanpassungen in den bestehenden Simulatorhallen untergebracht werden.

Der zweite Auftrag umfasst den Austausch von zehn Cockpits in FMS und CT an allen deutschen Eurofighter-Stützpunkten in Neuburg, Laage, Wittmund, Nörvenich und der Zentralen Integrationseinrichtung bei Airbus in Manching.

Mit der Einführung moderner Cockpit-Nachbauten innerhalb des PSTS wird ein wichtiges Teilsystem aller Eurofighter-Simulatoren erneuert, um Piloten auch für die nächste Dekade den bestmöglichen Arbeitsplatz zu gewährleisten. Alle PSTS-Cockpits für die deutschen MOBs werden mit einer vollständigen Reihe von Cockpit-Displays und Bedienfeldern einschließlich eines neu entwickelten Faksimile-“Head-up-Displays” ausgestattet. Es wird auch ein G-Sitz-“Motion Cueing System”, ein Anti-G-Aufblassystem sowie ein Atemluftsystem umfassen, die alle durch ein von Airbus entwickeltes Cockpit-Verbindungssystem gesteuert werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here