EU-Rahmenwerk für Offshore-Windkraft gefordert

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Auf dem Weg zur Klimaneutralität spielt insbesondere Offshore-Windenergie eine wichtige Rolle. (Foto: hpgruesen, pixabay.com)

Mehrere nord- und westeuropäische Staaten fordern europäische Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit im Bereich Offshore-Windenergie, mit denen die aktuell bestehenden Hindernisse für „hybride“ Offshore-Projekte über Ländergrenzen hinweg beseitigt werden sollen. Während des Ministertreffens der Nordsee-Energiekooperation (NSEC) unter deutschem Vorsitz wurde eine gemeinsame Erklärung dazu verabschiedet.

“Es wird erwartet, dass die Offshore-Windenergie eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Energie- und Klimaziele in den Jahren 2030 und 2050 spielen wird”, heißt es in der Erklärung. Das enorme Potenzial der Nordsee könne wesentlich dazu beitragen. “Insbesondere könnte die beschleunigte Umsetzung von grenzüberschreitenden Offshore-Windprojekten mit einer Vernetzung von Nordsee-Anrainerstaaten (gemeinsame und hybride Projekte) das Potenzial für eine effiziente Nutzung von Offshore-Windenergie freisetzen. Im Ergebnis werden Kosten gesenkt und der Bedarf an Flächen für Offshore-Entwicklungen verringert sowie der Stromhandel, das Wachstum der Industrie und die Beschäftigung in der Region gefördert. All dies trägt zur Erholung der europäischen Wirtschaft bei”, wie es aus dem Bundeswirtschaftsministerium heißt.

Die bestehenden Hindernisse müssten abgebaut werden, sind sich die Minister und Ministerinnen einig. Dazu zählten etwa unterschiedliche Bestimmungen der Länder zur Nutzung des Meeresbodens, ein großer Koordinierungsaufwand für die Umsetzung gemeinsamer und hybrider Projekte, eine möglicherweise unausgewogene Verteilung von Kosten und Nutzen auf die beteiligten Mitgliedstaaten sowie rivalisierende Interessen hinsichtlich der Nutzung knapper Offshore-Flächen für Infrastruktur für Offshore-Windenergie einerseits und Handel zwischen den Ländern andererseits.

Die Erklärung steht auf englischer Sprache hier zum Download bereit.

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