Mehr Badeunfälle befürchtet

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Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sichert mit rund 14.000 ehrenamtlichen Kräften 3.000 Gewässer in Deutschland. (Foto: Zichrini, pixabay.com)

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) befürchtet aufgrund der Corona-Krise, dass Badeunfälle in diesem Jahr zunehmen werden. Die Gründe für die befürchtete Zunahme sind vielfältig.

Zum einen sind viele Kinder nicht ausreichend geschult worden, da durch die Corona-Pandemie kein Schwimmunterricht stattgefunden hat. Ebenso weichen aufgrund der Kontakt- und Zugangsbeschränkungen bei Freibädern viele Schwimmfreudige auf unbewachte Binnengewässer aus. Zusätzlich verbringen Badende vermehrt ihre Ferien an der Nord- und Ostsee sowie anderen deutschen Gewässern.

Die DRK-Wasserwacht appelliert besonders an Eltern, auf ihre Kinder Acht zu geben und unbewachte Gewässer zu meiden. Dies gilt besonders für Kinder, die noch nicht sicher schwimmen können. Das Schwimmabzeichen “Seepferdchen” reicht nicht aus. Generell sollten auch erfahrene Schwimmer die Baderegeln befolgen und auf Warnhinweise achten.

Bundesleiter der DRK-Wasserwacht, Andreas Paatz, warnt eindrücklich vor aufblasbarem Wasserspielzeug wie Luftmatratzen. Diese würden eine trügerische Sicherheit vermitteln, da diese vor allem auf Flüssen und dem offenen Meer schnell durch Strömungen und Wind abgetrieben würden.

Sollte jedoch eine Person durch eine Strömung in Gefahr geraten, empfiehlt Paatz: “Sofort auf den Rücken legen und mit der Strömung treiben lassen. So bleiben die Atemwege frei und der Körper bekommt Auftrieb. Machen Sie durch Rufen und Winken auf sich aufmerksam, vermeiden Sie sonstige Bewegungen. Versuchen Sie niemals, gegen die Strömung anzuschwimmen, sondern in einem größeren Bogen an Land zu gelangen.”

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