Keine Selbstversorgung angestrebt

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In der Volksrepublik China werden ungefähr zwei Drittel der Weltproduktion von Schutzmasken erbracht. (Foto: Hank Williams, pixabay.com)

Eine vollständige Selbstversorgung mit Schutzausrüstung in Deutschland wird von der Bundesregierung nicht angestrebt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (Drucksache 19/20795)hervor. Die deutsche Wirtschaft sei eng in den Welthandel eingebunden und Deutschland habe daher ein großes Interesse, den freien Warenfluss für Importe und Exporte weiterhin zu gewährleisten.

In der Antwort der Bundesregierung heißt es weiter, dass ein freier Warenfluss als nötig erachtet wird, um die Versorgung der durch die Pandemie betroffenen Gebiete zu ermöglichen. Die Regierung hätte schon frühzeitig und erfolgreich Maßnahmen ergriffen, um die Verantwortlichen in den Ländern und dem Gesundheitswesen mit einer dauerhaften Versorgung mit Schutzausrüstung zu unterstützen. Die Bedarfe des Bundes und des Gesundheitssektors an Atemschutzmasken seien bis Ende 2021 gedeckt.

Nach einer Analyse der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist Deutschland einer der global wichtigsten Exporteure für medizinische Schutzausrüstung, Desinfektionsmitteln, Beatmungsgeräte und Apparaturen für Infektionstests. Jedoch übersteigen in Deutschland die Importe die Exporte bei Schutzkleidung. Laut der OECD herrscht eine starke gegenseitige Abhängigkeit der G20-Staaten untereinander bezüglich medizinischer Schutzausrüstung. Kein G20-Staat ist in der Lage, den eigenen Bedarf mit benötigten Gütern dieser Art alleine zu decken.

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