Über 500 Fälle von Geldautomatensprengung

0
248
In Deutschland wurden im letzten Jahr bundesweit über 500 Geldautomaten gesprengt. (Foto: BS/Peggy und Marco Lachmann-Anke, pixabay.com)

Im vergangenen Jahr haben die deutschen Polizeibehörden 549 Fälle des besonders schweren Diebstahls von und aus Geldautomaten registriert. Das Vorgehen der Täter ist oft sehr gefährlich: Durch Sprengung der Geldautomaten versuchen sie an ihre Beute zu gelangen.

Auch das gewaltsame Öffnen, etwa mit Winkelschleifern, sowie die Komplettentwendung der Automaten wurden öfter aktenkundig. Der bei den Geldautomatensprengungen entstandene Beuteschaden belief sich auf rund 15,2 Millionen Euro. Hinzu kamen Begleitschäden in zweistelliger Millionenhöhe, die u.a. durch die Sprengkraft der Explosionen verursacht wurden und Beschädigungen an Geldautomaten, Aufstellungsorten und benachbarten Gebäuden zur Folge hatten.

Gegenüber 2018, als 590 Fälle des besonders schweren Diebstahls von und aus Geldautomaten registriert wurden, verzeichnet das Bundeskriminalamt (BKA) in seinem aktuellen Lagebild mit den nun veröffentlichten Zahlen einen Rückgang um 6,9 Prozent. Auch die Zahl der Geldautomatensprengungen ging im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent zurück. Rückläfuig war zudem der Beuteschaden. Dieser lag 2018 noch bei rund 18 Millionen Euro, also 16 Prozent höher als im abgelaufenen Kalenderjahr.

Betroffen waren 2019 alle Bundesländer. Die meisten Sprengungen von Geldautomaten verzeichneten Nordrhein-Westfalen (105 Fälle), Hessen (53 Fälle) und Niedersachsen (45 Fälle). Die Polizei ermittelte im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit Geldautomatensprengungen 132 Tatverdächtige. Davon waren 90 Personen sogenannte “reisende Täter”, die insbesondere aus den Niederlanden (68 Personen), Moldawien (zehn Personen) und Rumänien (sechs Personen) stammten.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here