Wiederaufnahme von First Responder-Einsätzen

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Desinfektion ist das A und O. (Foto: BS/succo, pixabay.com)

Der Bundesfeuerwehrarzt des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), Klaus Friedrich, hat im Zuge der verringerten Anzahl an Neuinfektionen mit dem Corona-Virus Empfehlungen für die Wiederaufnahme des First Responder-Dienstes bzw. der organisierten Ersten Hilfe veröffentlicht.

Grundsätzlich sollte vor Aufnahme dieser Tätigkeit eine Risikoeinschätzung vor Ort vorgenommen werden. In die Einschätzung sollten u. a. der Gesundheitsstand der Feuerwehr, der regionale R-Wert und die Sieben-Tage-Inzidenz einfließen.

Bei der Aufnahme des Dienstes sollten grundsätzlich nur Kräfte in den Einsatz, die gesund und frei von infektiösen Krankheiten sind. Sollte bei einem Feuerwehrangehörigen eine Erkrankung vorliegen, muss diese beim Leiter der Feuerwehr gemeldet werden. Zudem sind die grundsätzlichen Hygieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen und die Abstandsregeln einzuhalten. Außerdem sollte eine strikte Schwarz-Weiß-Trennung im Gerätehaus, also eine Trennung zwischen kontaminierter und sauberer Kleidung, vorgenommen werden.

Vor dem Einsatz sollte eine geeignete Schutzausrüstung angelegt werden, die durch eine FFP2/3-Maske, eine Schutzbrille und Einweg-Infektionshandschuhe ergänzt wird. Desinfektionsmittel sind immer auf dem Wagen vorzuhalten.

Bei der Anamnese des Patienten sollte versucht werden, den Mindestabstand einzuhalten. Dieser Abstand ist nur bei unmittelbarer Versorgung des Patienten zu verringern. Ebenso sollte, wenn möglich, dem Patienten ein Mund-Nasen-Schutz angelegt werden. Damit eine übermäßige Aerosolbildung verhindert wird, sollten Einsatzkräfte für eine gute Durchlüftung des Einsatzortes sorgen. Im Falle einer Reanimation kann unter Umständen auf eine Beatmung verzichtet werden. Beatmungshilfen können jedoch verwendet werden.

Nach dem Einsatz gilt es, genutzte Mehrwegartikel sachgerecht zu sammeln und zu reinigen sowie Einwegartikel zu entsorgen. Die Desinfektion der Hände und aller Kontaktflächen im Fahrzeug ist ebenso vorzunehmen.

Die Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes finden sich hier.

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