Bundestag billigt Beschaffungen

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Die Panzerschnellbrücke "Leguan" von Krauss-Maffei Wegmann (auf Leopard-2-Fahrgestell) (Foto: BS/Portugall)

Der Haushalts­ausschuss des Deut­schen Bundestages hat Anfang Juli so­genannte 25-Millio­nen-Euro-Vorlagen – diese bedürfen vor Vertragsschluss der gesonderten Zustim­mung – im Gesamt­wert von fast einer Milliarde Euro für Be­schaffungsvorhaben der Bundeswehr freigegeben.

Zum Ende dieses Jahrzehnts wird das Brückenlegesystem “Biber” mit seinen Ge­fechtsfeldbrücken vollständig ersetzt. Für etwa 330 Millionen Euro will die Bundes­wehr dafür 24 weitere gepanzerte Brücken­legesysteme vom Typ “Leguan” bestellen. In einem ersten Los wurden 2016 sieben “Leguane” bestellt. Diese wurden bereits im Rahmen der VJTF 2019 (“Very High Rea­diness Joint Task Force”) eingesetzt und sollen auch bei der VJTF 2023 zur Verfügung stehen.

Für rund 278 Millionen Euro kann die Bun­deswehr weitere 1.818 Lenkraketen des Typs “Guided Multiple Launch Rocket Sys­tem” mit “Unitary”-Gefechtskopf beschaf­fen. Diese Flugkörper werden durch den Raketenwerfer MARS II verschossen und können Punkt- und Flächenziele in bis zu 80 Kilometern Entfernung punktgenau und bei jeder Wetterlage treffen.

Für rund 75 Millionen Euro kann die Bun­deswehr drei Flugzeuge vom Typ Bombar­dier “Global 6000” einkaufen. In diese soll das “Integrated Signal Intelligence System” (ISIS) eingerüstet werden. Der Bundeswehr wird so ab 2025 wieder die Fähigkeit zur signalerfassenden luftgestützten, weiträu­migen Aufklärung zur Verfügung stehen.

In 405 GTK “Boxer” (Gepanzertes Trans­port-Kraftfahrzeug) wird für insgesamt rund 69 Millionen Euro ein Kamera-Mo­nitor-System zur Unterstützung des Kraft­fahrers eingebaut. Aufgrund seiner Sitzpo­sition kann dieser insbesondere die rechte Fahrzeugseite bislang nur unzureichend einsehen. Mit diesem neuen System erhält der Kraftfahrer jetzt eine deutlich verbes­serte Übersicht.

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