Bundesweite Befragung geplant

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Um das subjektive Sicherheitsgefühl der Deutschen noch besser einschätzen zu können, soll es im Herbst eine bundesweite Umfrage geben. (Foto: derateru, www.pixelio.de)

Zur besseren Erforschung des subjektiven Sicherheitsgefühls in Deutschland ist im Herbst dieses Jahres eine bundesweite Umfrage vorgesehen. Mithilfe der “Befragung der Bevölkerung zur Sicherheit und Kriminalität in Deutschland” (SKiD) sollen Erkenntnisse, die bereits im 2019 veröffentlichten deutschen Viktimisierungssurvey gewonnen wurden, erhärtet werden.

Darüber hinaus ist damit eine Verstetigung der Erhebung geplant. Die Umfrage soll periodisch als bundesweit repräsentative Befragung etabliert werden. Künftig soll es alle zwei Jahre eine neue SKiD-Befragung geben. Zur Umsetzung der Studie kooperiert das Bundeskriminalamt (BKA) mit den Polizeien aller Bundesländer. Kofinanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des Fonds für die Innere Sicherheit durch die Europäische Union.

Mehrere Wege

Ziel der Befragung ist es, langfristig über das subjektive Sicherheitsgefühl, die Kriminalitätsangst, das Anzeigeverhalten sowie die Einstellungen gegenüber der Polizei in der Bevölkerung Aufschluss zu geben. Außerdem soll so geholfen werden, Opfererlebnisse besser zu erfassen. Dafür werden zufällig ausgewählte Bundesbürger im Herbst um ihre Teilnahme an der Studie gebeten. Um eine hohe Stichproben- und Datenqualität zu erhalten, kann der Fragebogen entweder schriftlich-postalisch oder im Internet ausgefüllt werden. Die erhobenen Informationen werden anonymisiert und dann zwecks Analyse ans Bundeskriminalamt (BKA) weitergegeben.

Grundgesamtheit für die Befragung bilden alle in Deutschland in Privathaushalten lebenden Personen, die zum Zeitpunkt der Erhebung mindestens 16 Jahre alt sind. Daraus wurde eine bundesweite, proportional zur Bevölkerung nach Bundesland geschichtete Basisstichprobe gebildet. Sie umfasst 28.200 Personen. Hinzu kommen etwa 95.000 Bürger, mit denen die Bundesländer Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen die Stichprobenanteile erhöhen.

BKA-Vizepräsident Michael Kretschmer sagte zur Umfrage: “SKiD wird uns zukünftig eine genauere Einschätzung über die Entwicklung der Kriminalität ermöglichen. Dadurch können wir polizeiliche Handlungsfelder erkennen und Schwerpunkte bei der Bekämpfung der Kriminalität und der Prävention setzen.

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