Fast überall mehr Personal

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In Nordrhein-Westfalen werden nahezu alle Kreispolizeibehörden mit mehr Personal ausgestattet. (Foto: BS/Andreas Trojak, Public Domain Mark 1.0, www.flickr.com)

Nahezu alle Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen werden ab dem 1. September voraussichtlich mehr Personal als bislang vorhanden zugewiesen bekommen. Im Schnitt soll jede der 47 Kreispolizeibehörden im bevölkerungsreichsten Bundesland knapp zwölf Stellen mehr. Bei 16 Behörden ist sogar mit noch mehr Anstieg zu rechnen.

Nur vier Behörden müssen wahrscheinlich einen leichten Stellenrückgang verzeichnen, wie aus der sogenannten belastungsbezogenen Kräfteverteilung des Düsseldorfer Innenministeriums für das Jahr 2020 hervorgeht. Dabei handelt es sich zunächst um eine Planrechnung. Die endgültige Stellenverteilung wird erst am 1. September feststellen. Denn erst dann sind einerseits die Abschlussprüfungen der Kommissaranwärter beendet und zum anderem steht dann fest, wie viele Polizisten tatsächlich in den Ruhestand gehen.

Kriterien für die Personalzuteilung auf die 47 Kreispolizeibehörden sind unter anderem die Einwohnerzahl, die tatsächliche Arbeitsbelastung, das lokale Kriminalitäts- und Verkehrsunfallgeschehen oder besondere Tätigkeitsschwerpunkte. Dazu gehören etwa der Kampf gegen Kindesmissbrauch und Clan-Kriminalität oder ein verstärktes Vorgehen gegen Rechtsextremismus und -terrorismus.

Gesamtzahl steigt

Insgesamt soll die Gesamtzahl der Beamten bei der nordrhein-westfälischen Polizei bis 2024 von derzeit rund 40.000 auf voraussichtlich mehr als 41.000 ansteigen. Um dies zu erreichen, wurde die Zahl der Kommissaranwärter in den letzten drei Jahren sukzessive von 2.000 auf 2.500 pro Jahr erhöht. Zudem wurden seit 2017 jährlich zusätzlich 500 Regierungsbeschäftigte eingestellt. Minister Herbert Reul (CDU) sagte dazu: “Wir haben unmittelbar nach meinem Amtsantritt damit begonnen, mehr Polizistinnen und Polizisten einzustellen.” Es sei gut zu sehen, dass diese Anstrengungen erste Erfolge zeigten. “Die diesjährige Kräfteverteilung macht deutlich, dass die Behörden von den erhöhten Einstellungszahlen profitieren”, so Reul weiter.

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