Bayerische Justiz und niederländische Forscher kooperieren gegen Computer-Kriminalität

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Der Dark Web Monitor soll Licht ins Dunkel des Darknets bringen. (Foto: iAmMrRob, www.pixabay.com)

Ermittler in Bayern können künftig auf eine Software aus den Niederlanden zurückgreifen, um eine bessere Übersicht über illegale Angebote im Darknet zu erhalten. Dazu unterzeichneten Justizminister Georg Eisenreich und die niederländische Forschungsgesellschaft TNO eine Kooperationsvereinbarung.

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg soll mit dem von TNO entwickelten “Dark Web Monitor” ein genaueres Bild erlangen, welche Angebote und Inhalte wo im Darknet zu finden sind und welche Querverbindungen bestehen. So sollen Ermittlungen gegen Plattformen für illegale Waren, Kinderpornografie und extremistische Foren unterstützt werden.

“Die innovative Technologie des Dark Web Monitors ermöglicht uns neue technische Ansätze, um mehr Licht ins Darknet zu bringen und Täter ausfindig zu machen”, sagte Justizminister Eisenreich. Über Web-Suchmaschinen wie Bing oder Google-Suche können Darknet-Seiten und -Dienste nicht gefunden werden. Außerdem können Anbieter und Nutzer dort weitgehend anonym agieren. “Kriminelle erkennen schnell neue Möglichkeiten, wie sie das Dark Web bietet”, sagte TNO-Director National Security, Krishna Taneja. “Um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken, sind Innovationen erforderlich.”

Die ZCB und TNO hatten bereits seit 2018 im Rahmen einer Arbeitsgruppe zu Darknet und Kryptowährungen bei Interpol zusammengearbeitet.

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