DRF-Rettungshubschrauber ausgewechselt

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Der DRF Rettungshubschrauber "Christoph 42" übernimmt jährlich rund 1.700 Einsätze in Schleswig-Holstein. (Foto: DRF Luftrettung)

Die DRF Luftrettung ersetzte in Schleswig-Holstein das bisherige Modell des Rettungshubschraubers “Christoph 42” durch eine Maschine des Typs H145. Der Helikopter wurde außerdem auf den Flugplatz Rendsburg-Schachtholm verlegt. Der Umzug fand im laufenden Betrieb statt.

Der neue Hubschrauber und die neue Station sind für das Projekt “Point in Space” (PinS) der DRF Luftrettung ausgerüstet. Bei PinS handelt es sich um eine spezielle satellitengestützte Navigationstechnik. Mit dieser können Piloten per Instrumentenflug auch bei schlechten Sichtbedingungen zielgenau fliegen. Dazu werden satellitengestützte An- und Abflugwege erstellt. Der Streckenflug zwischen Start und Landung erfolgt im Instrumentenflug in sicherer Höhe. Die Bordinstrumente lotsen den Piloten mit Hilfe des definierten “Globale Navigations-Satelliten Systeme” (GNSS)-Anflugpunkts in der Luft in unmittelbare Nähe zu seinem Landeplatz. Die Starts und Landungen werden jedoch im Sichtflug durchgeführt.

Für diese Navigationstechnik plant die DRF Luftrettung ein Pilotprojekt. Im Mittelpunkt stehen dabei Flüge zu Einsatzorten auf den Inseln und Halligen des nördlichen Bundeslandes sowie die Notfallverlegung zwischen verschiedenen Krankenhäusern. Ein erster Förderantrag wurde jedoch abgelehnt.

Das neue Einsatzgerät entlastet zudem den Piloten durch den Vierachsen-Autopilot, der die Steuerfunktionen des Helikopters automatisch übernehmen kann. Außerdem erlaubt das Wetterradar eine frühzeitige Reaktion auf wechselnde Wetterlagen.

Der Rettungshubschrauber fliegt tagsüber in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg einschließlich der Inseln und Halligen Rettungseinsätze. In der Nacht umfasst das Einsatzgebiet das gesamte Bundesland. Der Hubschrauber “Christoph 42” ist der einzige 24-Stunden-Hubschrauber in Schleswig-Holstein und übernimmt rund 1.700 Einsätze im Jahr.

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