Drohnen: Spielzeug oder Innovation?

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(© BS/privat)

Drohnen sind bei Feuerwehren, Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk (THW) längst vielerorts im Einsatz und haben sich bereits vielfach bewährt. Beschafft wurden die Drohnen bislang meist privat oder von Fördervereinen. Nachdem der Betrieb von Drohnen zunächst in den Bereich der Grauzone fiel, wurde inzwischen das Luftrecht verändert und es gibt die “Empfehlungen für Gemeinsame Regelungen zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz” des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Drohnen sind also kein Spielzeug, sondern ein Einsatzmittel. Da der praktische Einsatzwert unumstritten ist, müssen Drohnen nicht nur beschafft, sondern auch die Mannschaften gut geschult werden. Denn mit Drohnen können auch Unfälle passieren, vom Missbrauch ganz zu schweigen. Im Übrigen fördert modnere Ausstattung auch das Interesse am ehrenamtlichen Engagement. In Zukunft erwarte ich Drohnen, die stundenlang in der Luft bleiben und an definierten Punkten landen können, um Proben aufzunehmen oder Sonden zu setzen. Derartige Drohnen fallen nicht unter die Preiskategorie von ein paar hundert Euro. Dafür eröffnen sie ein größeres Einsatzspektrum.

Albrecht Broemme war als Landesbranddirektor Leiter der Berliner Feuerwehr (1992-2006) und anschließend Präsident des THW (2006-2019).

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