Emotet missbraucht echte E-Mail-Anhänge

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Der gefährlichste Trojaner der letzten Jahre Emotet ist mit neuer Fähigkeit zurück. (Foto: geralt, www.pixabay.com)

Emotet verfügt in aktuellen Varianten über eine neue Fähigkeit. IT-Sicherheitsexperten haben beobachtet, dass der gefährliche Trojaner Dateianhänge von legitimen E-Mails kopiert. Damit können betrügerische Nachrichten noch authentischer gestaltet werden.

Betroffene erhalten nun im Namen von Kollegen oder Vorgesetzten falsche E-Mails, die noch dazu glaubwürdige projektbezogene Anhänge enthalten. Klickt der Empfänger auf einen Link in der Mail, nistet sich Emotet auf dem Rechner ein. Dort kann der Trojaner dann unbemerkt weitere Schädlinge wie Ransomware nachladen.

Bereits seit Ende 2018 ist das Emotet-Netzwerk in der Lage, Mailverkehr und Adressbücher von Unternehmen und Behörden zu analysieren und automatisiert echt wirkende Phishing-Mails zu erstellen, um sich weiterzuverbreiten. Nachdem es längere Zeit kaum neue Angriffe gab, wird seit kurzem eine neue Welle beobachtet. Zuletzt hatte Emotet um den Jahreswechsel im großen Stil gewütet. Damals hatte es auch viele öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Gerichte, Kommunen sowie Bundes- und Landesbehörden getroffen.

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