Rückgang der Stickoxidbelastung

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Das "Sofortprogramm Saubere Luft" zeigt Wirkung, die Stickoxidbelastung in den Städten ist gesunken. (Foto: pixel2013, pixabay.com)

Mitte Juni 2020 waren laut Bundesregierung Mittel in Höhe von rund 119 Millionen Euro im Rahmen des “Sofortprogramms Saubere Luft” ausbezahlt, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schreibt. Bereits 2017 implementiert, zeigen die Maßnahmen nun Wirkung.

Insgesamt seien im Sofortprogramm mehr als 1,2 Milliarden Euro gebunden, schreibt die Regierung. In den ersten Jahren verlief der Mittelabfluss sehr stockend und das Programm leistete nach Ansicht der Fragesteller keinen Beitrag zur Reduktion der Stickoxidwerte. Die vom Umweltbundesamt veröffentlichten finalen Stickstoffdioxid-Werte (NO₂-Werte) der Länder für das Jahr 2019 zeigten allerdings eine deutliche Reduzierung der NO2-Werte in den einzelnen Kommunen. Im Bundesdurchschnitt sei die NO₂-Belastung an den verkehrsnahen Messstationen um rund 4 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) gegenüber dem Jahr 2018 zurückgegangen.

Verena Göppert, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages, lobt: “Die Städte unternehmen große Anstrengungen, um überall die Stickoxid-Grenzwerte einzuhalten. Erfolge dadurch sind klar zu erkennen: Die Belastung mit Stickoxid in den Städten ist gesunken. Nach Angaben des Umweltbundesamtes hat sich 2019 gegenüber dem Vorjahr die Zahl der Städte, in denen der Grenzwert im Jahresmittel überschritten wird, von 57 auf 25 reduziert. Zusätzliche Rückgänge durch die Corona-Pandemie in diesem Frühjahr waren nur eine vorübergehende Erscheinung. Unabhängig davon rechnen wir damit, dass sich auch 2020 die Luftqualität verbessern wird.” Allerdings sei man “noch nicht über den Berg”, so Göppert. Die erfolgreichen Maßnahmen müssten nun weiterentwickelt und verstetigt werden – auch mit Unterstützung durch Bund, Länder und die EU.

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