Bundeskanzleramt startet “Bundeszentrale für digitale Aufklärung”

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Die neue Bundeszentrale geht auf die Initiative der Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, Dorothee Bär, zurück. (Foto: BS/Dombrowsky)

Unter Federführung der Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, Dorothee Bär, hat die Bundesregierung Ende Juli eine neue Initiative für die Stärkung der Demokratie im digitalen Raum gestartet. Die neu gegründete “Bundeszentrale für digitale Aufklärung” hat im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 30. Juli an der Uni Würzburg mit einer Online-Podiumsdiskussion Diskussionsrunde zum Thema “Fake News – Desinformation und digitale Aufklärung in der Corona-Krise” ihre offizielle Arbeit aufgenommen.

Ziel der neuen Bundeszentrale soll es sein, die “Bürgerinnen und Bürger auf allen Feldern der digitalen Transformation zu begleiten, auf der einen Seite technisch, aber auf der anderen Seite vor allem auch persönlich. Dazu gehört auch, dass wir alle zeitlebens Lernende sind und es keine falschen Fragen in Bezug auf digitale Themenfelder gibt”, erklärte Dorothee Bär im Rahmen ihrer Eröffnungsrede zur Auftaktveranstaltung in Würzburg. Als zentrales Problem macht die Staatsministerin die gezielte Schädigung der Demokratie durch die Streuung von Desinformationen im digitalen Raum aus. Um sich dieser Entwicklung entgegenzustellen, brauche es mündige Bürger in einer wehrhaften Demokratie, die sich im digitalen Raum auskennen und zudem die effektive Unterscheidung von Fakt und Fiktion möglichst intuitiv beherrschen. “Die Pläne für eine solche Stelle gab es schon vor Corona, aber ich finde, durch Corona ist es nochmal notwendiger geworden”, so Bär, die betonte, dass es bei der Aufklärung nicht nur um ‘große’ Themen wie Fake News, 5G oder Künstliche Intelligenz gehe, sondern auch vermeintliche einfache Fragen, beispielsweise was ein Cookie oder eine Cloud sei, für die Bürger begreifbar gemacht werden solle. Grundsätzlich wolle man mit der Zentrale “zeigen, dass Bildung das wirksamste Mittel für Akzeptanz und gegen Desinformation ist”, erklärt die Ministerin in ihrer Vision zu der neuen Initiative. 

Neben den bestehenden Phänomenen müsse man sich aber auch damit abfinden, dass es jeden Tag neue Themen in der digitalen Welt gibt, die neue Fragen aufwerfen, denen möglichst kurzfristig mit den richtigen Antworten begegnet werden müsse. Da selbst Profis der Digitalisierung häufig nicht immer sofort genau wüssten, was richtig und was falsch sei, brauche es ein möglichst niedrigschwelliges Angebot für alle Mitglieder der Gesellschaft, was durch die neue Bundeszentrale für politische Aufklärung nun geschaffen worden sei. Die Aufklärungskampagnen sollen für die Bürger kostenlos abrufbar sein und “umfassend über Innovationen und Technologiefolgenabschätzungen informieren, sowie spezielle Angebote zur Sensibilisierung und Aufklärung von Eltern, Lehrpersonal und Pädagogen über den Umgang mit Social Media, Datenschutz, Fake News, Hate Speech und Cybermobbing anbieten”. Bei der Arbeit der neuen Einrichtung gehe es aber nicht nur darum, sich mit Schreckensszenarien auseinanderzusetzen, betont Bär: “Die neue Initiative soll natürlich auch die Chancen und Herausforderungen des digitalen Zeitalters herausstellen und Lust auf die Zukunft vermitteln”.

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