Am tatsächlichen Bedarf vorbei: Über verfehlte Beschaffungspolitik

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Die unkoordinierte Beschaffung von Atemschutzmasken und Beatmungsgeräten durch Bund und Länder steht in der Kritik. Weder wurden die vorhandenen Lagerkapazitäten realistisch eingeschätzt noch ist das erstandene Material – jedenfalls bei den Masken – tadellos. (Foto: tumisu, pixabay.com)

Die Präsidentin der Generalzolldirektion, Colette Hercher, berichtet von ihren Erfahrungen während der Pandemie. Außerdem werden die Corona-bedingten Änderungen im Vergaberecht kommentiert. Nicht zuletzt wird die Krux bei der Beschaffung von Masken und anderen wichtigen Gesundheitsartikeln durch Bund und Länder in der Krise in einem weiteren Kommentar aufgegriffen. Der Podcast Public Sector Insider berichtet.

Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel und Beatmungsgeräte wurden aufgrund anfänglicher Knappheit im Fortlauf der Corona-Pandemie in immer höherer Anzahl beschafft. Für den Bund war hiermit das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) beauftragt. Dieses beschaffte allerdings so viele Masken, dass nun nicht genügend Lagerkapazitäten vorhanden sind. Hunderttausende Masken wurden darüber hinaus als nicht brauchbar identifiziert. Ein Kommentar.

Tiefer Einschnitt, aber Optimismus beim Zoll

Die Präsidentin der Generalzolldirektion, Colette Hercher, berichtet von ihren Erfahrungen während der Pandemie sowie die Einsatz-Erschwernisse der operativen Kräfte beim Lockdown. Wie Ermittlungsarbeit und Homeoffice beim Zoll funktionieren und warum sie trotz allem optimistisch in die Zukunft blickt, erläutert Hercher im Interview.

Kein Dauerzustand bei der Vergabe

Um die Corona-Belastung für Kommunen zu verringern, wurde auch das Vergaberecht temporären Änderungen unterzogen. Bis Ende 2021 können Vergabeverfahren unbürokratischer getätigt werden. Warum der wichtige Impulsgeber jedoch kein Selbstläufer sein darf und regelmäßig überprüft werden sollte, wird kommentiert.

Behördenwissen zum Reinhören

Der Public Sector Insider erscheint jeden Dienstagmittag. Zu finden ist er auf der Webseite des Behörden Spiegel. Dort steht er zum Download bereit (https://www.behoerden-spiegel.de/podcast/) und ist auch auf den gängigen Streamingdiensten wie u.a. Apple, Spotify, Deezer und podcast.de erhältlich. Mit rund 15 Hörminuten ist er genau das richtige Format, um zwischen zwei Meetings oder in der Mittagspause News aus dem Public Sector zu erfahren.

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