Gesundheitsämter personell gut aufgestellt

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In den Gesundheitsämtern werden über 3.300 Planstellen für Amtsärzte vorgehalten. (Foto: DarkoStojanovic, pixabay.com)

Eine gemeinsame Umfrage des Deutschen Landkreistages (DLT) und des Deutschen Städtetages (DST) unter den 294 Gesundheitsämtern in Deutschland hat ergeben, dass bundesweit in den Flächenländern über 3.300 Planstellen für Amtsärzte und damit knapp 10 Planstellen pro Gesundheitsamt vorgehalten werden. Bei den medizinischen Fachangestellten, Hygienekontrolleuren und weiterem medizinischen wie nicht-medizinischen Personal werden darüber hinaus über 11.600 Stellen bereitgestellt.

DLT-Präsident Landrat Reinhard Sager (Ostholstein) kommentiert: “Die Landkreise und kreisfreien Städte als Träger der Gesundheitsämter sind personell gut aufgestellt. Es besteht keinerlei Grund zu Alarmismus!” Im Durchschnitt sei nur etwas mehr als eine ärztliche Planstelle pro Gesundheitsamt aktuell nicht besetzt. Das oftmals transportierte negative Bild von Personalgewinnungsproblemen und Unterbesetzung bestätige sich damit gerade nicht. Beim nicht-ärztlichen Personal seien zudem weniger als 6 Prozent der Planstellen nicht besetzt. “Wir sehen, dass die Gesundheitsämter derzeit in besonderem Maße beansprucht werden, aber nicht überfordert sind”, so Sager weiter.

Gleichwohl planten die meisten Gesundheitsämter, zusätzliche Stellen zu schaffen. Aber über dauerhafte Bedarfe könne nur individuell vor Ort und nicht schematisch entschieden werden, meint Sager. Die Ergebnisse der Umfrage belegten, dass es bundesweit in den 13 Flächenländern gelungen sei, in der Pandemie den Personalbestand der Gesundheitsämter um über 5.800 zusätzliche Mitarbeiter zu verstärken. „Wir konnten insoweit auf bewährte Strukturen der Bewältigung von Krisen und Katastrophen zurückgreifen, sehr schnell die Gesundheitsämter durch Umsetzungen innerhalb der eigenen Verwaltung verstärken. Darüber hinaus haben die Gesundheitsämter in erheblichem Umfang eigene befristete Einstellungen vorgenommen oder Amtshilfe von Landes- oder Bundeseinrichtungen wie der Bundeswehr angefordert. Dieses übliche Vorgehen zur Bewältigung von Krisen zeigt die schnelle Aufwuchsfähigkeit kommunaler Verwaltungen“, lobt der DLT-Präsident.

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