KI im Spannungsfeld der Grundrechte

0
391
Jochen Dahlke, Geschäftsfeldleiter Big Data Analyse bei ZITiS, referiert auf dem Innovationssymposium KI über Fluch und Segen der Algorithmen im BOS-Umfeld. (Foto: ZITiS)

Auf dem Innovationssymposium KI stellt Jochen Dahlke, Geschäftsfeldleiter Big Data Analyse bei der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS), KI-Anwendungen im BOS-Umfeld vor. Sein Vortrag wird auf dem ersten Hybridkongress des Behörden Spiegel, live vor Ort in Berlin, aber auch im Internet, am 29. September zu sehen sein.

Dahlke, diplomierter Geodät, betrachtet bei seinen Ausführungen die Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Er erläutert, inwiefern Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) KI-Anwendungen gezielt für ihre Arbeit nutzen können.

Neben der Vorstellung der Funktionsweise und Anwendbarkeit dieser Tools geht Dahlke auf das Spannungsfeld von KI ein. Insbesondere bei der Verwendung personenbezogener Daten geraten die Experten bei ihrer Ermittlungsarbeit leicht in ein ethisches Spannungsfeld.

Einmal tragen sie zwar mit ihrer Aufklärungsarbeit zur Sicherheit des Staates und der Allgemeinheit bei, andererseits werden unweigerlich datenschutzrechtliche Eingriffe über sensible Inhalte vorgenommen.

Anhand von Test- und Trainingsdaten analysiert Dahlke die aufgeworfene Problematik im BOS-Umfeld. Diese Test- und Trainingsdaten können sensibles Material zur Kriminalitätsstatistik, wie zum Beispiel Daten über kinderpornografische Vergehen, enthalten. Oftmals werden diese Datensätze nur für das Durchspielen bestimmter Szenarien erhoben. Gelangen diese Simulationen jedoch an die Öffentlichkeit, kann dies fatale Folgen haben.

Dahlke war im Vorfeld fast drei Jahrzehnte für das Verteidigungsministerium im Geoinformationswesen beschäftigt.

Für das Innovationssymposium KI, welches am 29. September in Berlin stattfindet, kann man sich auf www.innovationssymposium-ki.de anmelden. Auf dem ersten Hybrid-Kongress des Behörden Spiegel können die User auswählen, ob sie vor Ort oder virtuell per Internet teilnehmen möchten. Für den Schutz der Teilnehmenden heißt es im Hygienekonzept in Berlin NOW SAFETY FIRST. Mehr dazu auch auf unserer Website in einem speziellen Dokument.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here