Boeing 737 bleibt am Boden – Korrosionsschäden am Triebwerk

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Das glänzende Chrom täuscht über die möglichen Mängel an dieser Boeing 737-700 hinweg (Symbolbild). Wegen der Pandemie blieben die Jets lange am Boden und erlitten womöglich Korrosionsschäden an den Triebwerken. Ob sie nun wieder abheben dürfen? (Foto: Glenn Beltz, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Die Corona-Krise hat den Flugbetrieb wirtschaftlich wie physisch massiv ausgebremst. Auch der US-Flugzeugbauer Boeing hat damit zu kämpfen.  Viele Maschinen waren und sind nach wie vor in den Airports zwischengeparkt. Mit besorgniserregenden Folgen: Durch Korrosion an den Rückschlagventilen für Motorzapfluft wurden Triebwerke beschädigt. Bei vier Vorkommnissen fiel jeweils ein Triebwerk aus, da es durch die untätige Wartezeit am Boden angerostet war. Hunderte Maschinen hätten ernste Mängel, so die internationalen Flugsicherheitsbehörden.

Die Flugsicherheitsbehörden der USA (FAA) und Europas (EASA) sprechen wegen der Zwischenfälle die höchste Warnstufe aus. Denn Zwangslandungen sind unvermeidbar, wenn beide Triebwerke nicht mehr gestartet werden können.  

Produzent der Triebwerke ist der Hersteller CFM.  Maschinen, die länger als sieben Tage nicht mehr geflogen worden seien, müssen nun auf mögliche Rostschäden überprüft werden. Darunter fallen ungefähr 2.000 Jets, wie es aus Expertenkreisen heißt.

Die Airlines sollen auf deren Rat hin die verschiedenen Baureihen der Boeing 737 auf die Schwachstelle in Augenschein nehmen. Dies gelte insbesondere für die Baureihen 737-300 bis 737-900. Doch nicht nur die älteren Modelle seien womöglich in Mitleidenschaft gezogen. Selbst die “New Generation” steht auf dem Prüfstand.

Anhaltende Pechsträhne

Somit setzt sich Boeings Pechsträhne fort. Nachdem eine mangelhafte Flugsoftware in der 737Max zu zwei Abstürzen mit zahlreichen Todesopfern geführt hatte, müssen sämtliche Systeme bei der Baureihe überprüft und erneuert werden. Seit über einem Jahr hat die 737Max wegen der Vorfälle Flugverbot.

Die Boeing 737 ist als meistverkaufter Typ der Longseller des Unternehmens. Nach dem wirtschaftlich verhängnisvollen Lockdown und harten Einbußen der Pandemie, sind die Rostschäden eine weitere Hiobsbotschaft.

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