“Gorch Fock”: Verwendung von Teakholz

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Wieder in der Kritik: das Segelschulschiff "Gorch Fock". (Foto: Detlev Müller, www.pixelio.de)

Die “Gorch Fock” kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen: Bei der Beschaffung des Teakholzes für die Instandsetzung des 90 Meter langen Segelschulschiffes der Deutschen Marine wurde der interministerielle “Gemeinsame Erlass zur Beschaffung von Holzprodukten” nicht beachtet und der Nachweis einer nachhaltigen Holzwirtschaft nicht eingeholt. Dies räumt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/21148) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/20800) ein.

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz sei darauf hingewiesen worden, diesen Erlass bei zukünftigen Beschaffungen einzuhalten. Ebenso räumt die Regierung ein, dass der Import von Teakholz aus Myanmar vor dem Hintergrund der Holzhandelsverordnung der Europäischen Union und des Holzhandels-Sicherungsgesetzes “rechtskonform kaum möglich sei”. Die Verwendung des bereits vor 2017 importierten Naturwaldteaks aus dem südostasiatischen Land bei der Instandsetzung der “Gorch Fock” sei rechtlich allerdings nicht zu beanstanden.

Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort darauf hin, dass nach ihrer Kenntnis derzeit keine Alternative zu Naturwaldteak für das Arbeitsdeck eines Segelschulschiffes bestehe. Die Nutzung eines solchen Decks stelle höchste Ansprüche an die verwendeten Hölzer. Naturwaldteak eigene sich aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften wie Witterungsbeständigkeit und geringe Splitterneigung. Langfristig werde aber im Rahmen einer Studie nach einer Alternative für die 1958 in Dienst gestellte “Gorch Fock” gesucht.

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