Zwischenbilanz des DLRG

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Allein in zwei Monaten verunglückten 99 Menschen beim Baden. (Foto: BS/Divebalu, pixabay.com)

Von Januar bis Juli dieses Jahres sind in deutschen Gewässern 192 Menschen ertrunken. Dies gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in ihrer Zwischenbilanz bekannt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind dies 63 Personen weniger.

Die meisten Badeunfälle ereigneten sich im Binnenland an ungesicherten Badeorten. An diesen Stellen verunglückten 90 Prozent der Ertrunkenen, also 178 Menschen. Ein Großteil verstarb in Flüssen und Seen. Vergleichsweise gering fielen mit 10 Personen die Todesfälle an den Küsten aus.

“An Flüssen, Seen und Teichen sind in den wenigsten Fällen Rettungsschwimmer im Einsatz. Wir betonen immer wieder unsere Bereitschaft, mit Kommunen oder Landkreisen zusammenzuarbeiten. Ein simples Badeverbotsschild reicht eben nicht aus, um Menschen vor dem Sprung ins unbewachte und vor allem unbekannte Gewässer abzuhalten”, erläuterte Achim Wiese, Pressesprecher der DLRG.

77 Prozent der Toten waren männlich

Der Ertrinkungstod bleibt weiterhin ein männliches Problem. Rund 77 Prozent der verunglückten Personen waren Männer. Zudem sind Badeunfälle immer wetterabhängig. Allein im Juni und Juli verstarben 99 Menschen. In den beiden Sommermonaten des vergangenen Jahres waren es sogar noch mehr: 143 Personen. 2019 ertranken insgesamt 417 Badende. Auch im vergangenen Jahr ließ sich der Unfallschwerpunkt in den deutschen Binnengewässern verorten.

Einen Anstieg von Badetoten aufgrund der Corona-Pandemie und einem veränderten Badeverhalten konnte das DLRG noch nicht feststellen. Es wurde befürchtet, dass es vermehrt zu Unfällen kommt, da viele Kinder und Jugendliche durch die Schließung von Schwimmbädern nicht ausreichend geschult wurden. Zudem hatten die Retter die Sorge, dass viele Schwimmfreudige aufgrund der Kontakt- und Zugangsbeschränkungen bei Freibädern auf unbewachte Badestellen ausweichen werden.

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