Langzeitarbeitskonten kommen

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Bei der nordrhein-westfälischen Polizei werden nun Langzeitarbeitskonten eingeführt. (Foto: BS/Anne Garti, www.pixelio.de)

Bei der nordrhein-westfälischen Polizei können in Zukunft Langzeitarbeitskonten genutzt werden. Damit haben Polizisten die Möglichkeit, bis zu einem Jahr Arbeitszeit anzusparen. Sie kann dann entweder zur Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit oder eine längere freie Phase von bis zu sechs Monaten am Stück innerhalb eines Jahres verwendet werden.

Die Langzeitarbeitskonten sollen bereits vorhandene Gleitzeitkonten sowie andere Konten zur Zeiterfassung ergänzen. Teilnehmen können alle Polizeibeamte. Nicht genutzt werden kann das Instrument durch Kommisaranwärter, da sie sich noch in der Ausbildung befinden. Ab dem 60. Lebensjahr kann der Zeitausgleich nur in Anspruch genommen werden, wenn der Mitarbeiter weiterhin mindestens 50 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit erbringt. Die flexiblere Arbeitszeitgestaltung muss jeweils mit dem Vorgesetzten abgestimmt und mit den Aufgaben vereinbar sein. Weitere Details zu den Langzeitarbeitskonten, die Teil einer Attraktivitätsoffensive für den Öffentlichen Dienst und bereits im Koalitionsvertrag vereinbart sind, werden momentan in einer Arbeitsgruppe zwischen den beteiligten Ressorts, den Gewerkschaften und den Berufsverbänden abgestimmt.

Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte: “Die Polizisten sorgen tagtäglich für die Sicherheit der Menschen in unserem Land. Im Einsatz und bei den Ermittlungen werden von ihnen viel Flexibilität und Ausdauer verlangt.” Als Arbeitgeber müsse das Land nun genauso flexibel sein und den Beschäftigten attraktive Lösungen für eine bessere Work-Life-Balance bieten.

Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Erich Rettinghaus, sagte: “Wir begrüßen die Ankündigung von Innenminister Herbert Reul, Langzeitarbeitszeitkonten bei der Polizei in NRW einzuführen, außerordentlich. Von flexiblen Lösungen der Arbeitszeit versprechen wir uns eine deutliche Entschärfung der vorhandenen Millionen von Mehrdienststunden bei den Kolleginnen und Kollegen, aber auch eine erhöhte Attraktivität des Polizeiberufes generell.” Ziel sei nicht nur ein möglicher früherer oder arbeitszeitreduzierter Eintritt in den Ruhestand, sondern auch die Möglichkeit insgesamt die Lebensarbeitszeit beidseitig flexibler zu gestalten.

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