Immer öfter “movie money” sichergestellt

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Auch im vergangenen Jahr wurden in Deutschland wieder über als 80.000 gefälschte Banknoten sichergestellt. (Foto: BS/knipseline, pixabay.com)

Die deutschen Polizeibehörden beschlagnahmen seit vergangenem Jahr immer häufiger falsche Banknoten in Form des “movie money”. Ursprünglich wurden diese Geldscheine als Filmrequisiten hergestellt. Da sie echtem Geld jedoch zum Verwechseln ähnlich sehen können, werden sie zur Täuschung im Zahlungsverkehr verwendet.

Aufgrund dessen gelten sie als Falschgeld, dessen Herstellung, Verbreitung und Einbringung in den Zahlungsverkehr strafbar ist. Bei den seit 2019 bundesweit innerhalb und außerhalb des Zahlungsverkehrs angehaltenen beziehungsweise sichergestellten “Veränderten Banknotenabbildungen” (VBNA), wozu auch das “movie money” zählt, handelte es sich häufig um Zehn-Euro- und 20-Euro-Scheine. Zwar stellte dieser VBNA-Typ wegen des überwiegenden Auftretens erst in den zweiten sechs Monaten des Jahres 2019 noch einen kleinen Anteil des gesamten Falschgeldaufkommens hierzulande dar (sieben Prozent). Betrachtet man allerdings ausschließlich das zweite Halbjahr lag der Anteil bereits bei rund 13 Prozent, wie aus dem neuesten “Bundeslagebild zur Falschgeldkriminalität” des Bundeskriminalamtes (BKA) hervorgeht.

Über 80.000 “Blüten”

Demnach betrug das Gesamtaufkommen an festgestelltem Falschgeld in Deutschland im abgelaufenen Kalenderjahr bei rund 81.800 Noten. 2018 waren es noch rund 99.900 gewesen. Zwei Drittel (etwa 55.200 “Blüten”) wurden im Zahlungsverkehr festgestellt. Im Jahr zuvor waren es etwa 58.000 Stück gewesen. Der Rest wurde unter anderem im Rahmen polizeilicher Durchsuchungen oder in aufgefundenen Gepäckstücken sichergestellt.

Am häufigsten wurden 50-Euro-Banknoten (49,4 Prozent) und 20-Euro-Scheine (20,1 Prozent) gefälscht. Der Nennwert der hierzulande registrierten Euro-Falschnoten belief sich 2019 auf rund 7,5 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (etwa 17,2 Millionen Euro) entspricht dies einem Rückgang um 56,3 Prozent.

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