Saarland: Landesportal im neuen Gewand

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Neue Strukturen und Schnittstellen sorgen für die Anbindung zahlreicher Portale, die über die neue Homepage der saarländischen Staatskanzlei aufgerufen werden können. (Quelle: Saarland.de)

Seit neuestem erstrahlen die Webseiten der saarländischen Staatskanzlei im neuen Design. Vorangegangen waren umfängliche Modernisierungsarbeiten, welche das zwischenzeitlich in die Jahre gekommene Portal von 2006 strukturell neu geordnet und heutigen Benutzergewohnheiten angepasst haben. Umgesetzt wurde das Projekt, das auf Basis des vom ITZ Bund entwickelten Redaktionssystems “Government Site Builder” erstellt wurde, innerhalb eines Jahres.

Die saarländische Staatskanzlei hat ihre Internetpräsenz einer Verjüngungskur unterzogen. Mit dem Relaunch von www.saarland.de, der Anfang Juli stattfand, ordnet das Land seine digitalen Strukturen neu und passt das Interface heutigen Nutzergewohnheiten an. Technische Grundlage der Plattform ist der vom ITZ Bund entwickelte “Government Side Builder” (Version 10.1), ein Open Source-System, das aktuell auch bei zahlreichen Behörden des Bundes in Gebrauch ist. Generalauftragnehmer ist das IT-Unternehmen Materna Information & Communication SE, das in Kooperation mit der Saarbrücker Agentur FBO für das Projekt verantwortlich zeichnet. Insgesamt belief sich die Umsetzungsphase bis zum Onlinegang im Juli laut Angaben der Staatskanzlei auf ungefähr ein Jahr. Für das Saarland ist es der erste Relaunch der Landes-Homepage seit dem Jahr 2006.

“Die Projekt-Mannschaft um Staatskanzlei, IT-Innovationszentrum und IT-DLZ hat gemeinsam mit den vielen engagierten Beteiligten in den Ressorts gezeigt, wie agile Projekte im Land effizient zielgerichtet umgesetzt werden können. Durch diesen Paradigmenwechsel, der mir wichtig ist, war es uns möglich, die typische Projektdauer von vier Jahren auf ein knappes Jahr herunterzusetzen – und das trotz Verzögerung durch die Corona-Pandemie”, so der saarländische Chief Information Officer (CIO), Ammar Alkassar, anlässlich des Relaunchs.

Entstanden ist ein Dachportal, auf dem alle Ministerien und nachgeordneten Behörden des Landes vertreten sind. Im Sinne künftiger Effizienzgewinne wurden im Vorfeld über 200 Mitarbeiter der verschiedenen Ressorts geschult. Zum Neustart umfasst das Projekt derzeit rund 70.000 Dokumente und mehr als 130 Einzelportale, die über Schnittstellen miteinander verbunden sind; unter ihnen etwa das Karriere- oder Corona-Sonderportal der Landesregierung. Erstmals besteht zudem die Möglichkeit, ein persönliches Benutzerkonto einzurichten, über das themenbezogene Informationen in Form von Newslettern oder Push-Nachrichten bezogen werden können. Eine Warenkorbfunktion erlaubt es, behördliche Publikationen auf Wunsch im Netz zu bestellen.

Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen für den Relaunch auf rund 650.000 Euro. In den Kosten mit enthalten sind Konzeption, Design, Programmierung und Systemeinführung. Die neue Plattform ist als fortlaufendes Projekt angelegt, das sich kontinuierlich weiterentwickeln soll. Um die dafür erforderliche Zeit möglichst kurzzuhalten, wird an agilen Projektteams festgehalten.

Mehr Informationen gibt es hier.

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