Wer misst, misst Mist?

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(© BS/privat)

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind gezielte Tests wichtig, um Infektionsausbrüche rasch zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten. Inzwischen sind Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten vorgeschrieben. Sie müssen sich innerhalb von 72 Stunden testen lassen. Für andere Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten werden diese Tests optional angeboten – die Kosten übernehmen die Krankenkassen.

Die Kontrolle über die Tests (oder die 14-tägige Quarantäne) erfolgt durch die Gesundheitsämter anhand der ausgefüllten Aussteigekarten, die jeder Reisende beim Verlassen eines Flugzeuges, eines Reisebusses oder einer Eisenbahn aus dem Ausland abgeben muss. Verstöße beim Nicht-Beachten dieser Vorschriften werden mit bis 12.000 Euro geahndet. Bisherige Testergebnisse zeigen, dass bei ein bis zwei Prozent der Rückkehrer aus Risikogebieten eine Corona-Erkrankung vorliegt. Somit sind diese Tests mehr als gerechtfertigt. Außer Abstrich-Tests, die derzeit vorgenommen werden, sind hoffentlich irgendwann auch Schnell-Tests ergänzt durch Temperaturmessungen und anderer Methoden möglich. Oberstes Ziel ist, eine zweite Welle zu verhindern. Möge dies mit vereinten Kräften gelingen.

Albrecht Broemme war als Landesbranddirektor Leiter der Berliner Feuerwehr (1992-2006) und anschließend Präsident des THW (2006-2019). Die Kolumne “Broemme meint” ist fester Bestandteil des Newsletters “Rettung. Feuer. Katastrophe.“.

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