Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Mitarbeiter des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Der mögliche Abzug von US-Streitkräften – so schwerwiegend er wirkt – muss differenziert betrachtet werden, und es geht um die Sicherheit und Verteidigung der EU- und NATO-Staaten als Ganzes, nicht (nur) um Deutschland. Das Kollozieren des USEUCOM mit SHAPE wird aufwändig, ist operativ, aber nachvollziehbar, ebenso die Verlegung des US-Spezialkräfte-Kommandos nach Mons/ Chièvres, dort ist ja schon das NATO Special Operations Headquarters stationiert.

Für AFRICOM suchte man seit seiner Aufstellung 2007 eine angemessene Stationierung, Stuttgart war eine Notlösung. Wirklich negativ für die Sicherheit vor allem unserer mitteleuropäischen Partner ist die Rückverlegung des 2nd Cavalry Regiment, eines brigadestarken Kampfverbandes mit jahrzehntelanger Bindung an die NATO, Europa und an Deutschland.

Diese Lücke ggf. durch schnelle Verstärkungskräfte zu kompensieren, wird schwierig. Ebenso ist die Verlegung des F-16-Verbandes aus Spangdahlem ein Rückschlag für die Luftverteidigung in Mitteleuropa. Beides muss durch europäische Verbündete kompensiert werden. Hier ist Deutschland gefragt!

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