Zweite Welle verhindern

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Damit Kommunen nicht wieder zu Corona-Hotspots werden, sollten sie angepasste Strategien entwickeln – besonders mit Blick auf die Wintermonate. (Foto: geralt, pixabay.com)

Bürgermeister Ralph Spiegler, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) und DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg loben die bisherige Corona-Krisenbewältigung der Kommunen. Nun müsse auf den gewonnenen Erkenntnissen aufgebaut werden, um ein erneutes starkes Wachstum der Infektionen zu verhindern.

“Lokale Verantwortlichkeit, Kenntnis der Bedingungen vor Ort und Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern waren die Erfolgsfaktoren der Pandemiebekämpfung. Ein zweiter Lockdown wäre nicht nur wirtschaftlich schwer zu verkraften, sondern würde auch die Menschen in unserem Land stark belasten. Das müssen wir gemeinsam verhindern”, so die beiden DStGB-Spitzen. Gerade die Gesundheitsbehörden, aber auch die Ordnungsämter und die rund um die Uhr arbeitenden Krisenstäbe der Städte und Gemeinden hätten bis an die Belastungsgrenze erfolgreich gearbeitet.

Mit Blick auf sinkende Temperaturen in den kommenden Monaten und damit besseren Bedingungen für die Verbreitung des Virus, raten sie zu an die Situation vor Ort angepassten Strategien. So könnten die Kommunen beispielsweise den Restaurants, Cafés und Kneipen – gegebenenfalls unentgeltlich – auch im Herbst und Winter mehr öffentliche Flächen für Außengastronomie zur Verfügung stellen und etwaige Verbote von Heizpilzen zumindest temporär aussetzen, um die Bedingungen zu verbessern. Auch die Taktung im ÖPNV sollte erhöht werden, damit weniger Personen gleichzeitig in einem Bus oder in der Bahn sitzen müssen. Gegebenenfalls sollten die Kommunen ihr Personal im Bereich der Ordnungsbehörden aufstocken. Das könne auch durch zeitweise Verlagerung von Stellen innerhalb der Verwaltung sichergestellt werden, schlagen Spiegler und Landsberg vor.

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