Drohnenabwehrsystem für den Feldlagerschutz

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Das container-basierte Drohnenabwehr-System "Guardion" (Foto: BS/ESG)

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH mit der Lieferung von “Systemen zur Detektion, Klassifizierung/Identifikation und Abwehr von small Unmanned Aircraft Systems” beauftragt.

Die Lieferleistung umfasst container-basierte “Guardion”-Systeme zur frühzeitigen Detektion und effektiven Abwehr von Drohnen für den Feldlagerschutz in den Einsatz- und Missionsgebieten der Bundeswehr und wird maßgeblich von der ESG und ihrem Projektpartner Hensoldt erbracht. Technologische Hauptkomponenten sind Hensoldts “Xpeller”-Systemkomponenten “Spexer 2000D”-Radare und “Z: Night Owl M”-Kameras, R&S-“Ardronis”-Funkpeiler des “Guardion”-Kooperationspartners Rohde & Schwarz sowie Effektoren der Firma HP Wüst.

Die ESG trägt als Hauptauftragnehmer die Verantwortung für das Gesamtsystem und übernimmt mit ihrem Integrationspartner M. Schall GmbH & Co. KG die Integration der einzelnen Hochtechnologie-Komponenten. Zudem zeichnet sich die ESG für die Verarbeitung sämtlicher Sensordaten mittels der von ihr entwickelten Kernintelligenz sowie die Anzeige des intuitiven Lagebildes über das ebenfalls von ESG stammende militärische Führungssystem “Taranis” verantwortlich.

Christoph Otten, CEO der ESG, unterstreicht anlässlich der Beauftragung die besondere Bedeutung dieses Projekts: “Ich freue mich wirklich sehr, dass das BAAINBw auch in diesem Fall auf unsere Leistungsfähigkeit vertraut. Unser Drohnenabwehr-Team hat gemeinsam mit seinen Technologie- und Kooperationspartnern erneut eine einsatz-robuste Lösung auf Basis vielfach erfolgreich angewandter und konsequent weiterentwickelter Technologien erarbeitet. Ich bin sicher, dass sie sich auch in neuen Szenarien bewährt sowie Leib und Leben unserer Einsatzkräfte und unserer Verbündeten schützt, uns somit einen wertvollen Beitrag zur Auftragserfüllung unserer Bundeswehr leistet.”

Für insgesamt fünf Drohnenabwehrsysteme liefert Hensoldt je folgendes “Xpeller”-Modulpaket als Teil des “Guardion”-Gesamtsystems der ESG und ihrer Partner: drei “Spexer 2000”-3D-Radare und eine “Z: Night Owl M”-Kamera. Sie werden als Teil container-basierter Drohnenabwehrsysteme zum Schutz sogenannter “Forward Operating Bases” der Bundeswehr in ihren Einsatzgebieten eingesetzt.

“Wir unterstützen die Bundeswehr hiermit in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der ESG als Hauptauftragnehmer und Systemintegrator”, erläutert Markus Wolf, Leiter Vertrieb und Business Development bei Hensoldt Ventures. “Unsere hochleistungsfähigen Sensoren ergänzen hier passgenau das ESG Guardion-System, um das geforderte Leistungsspektrum zu erzielen. Das Spexer2000 3D Radar zeichnet sich durch hervorragende Erkennungsfähigkeiten, insbesondere gegen asymmetrische Bedrohungen aus. Die Z: Night Owl M-Kamera wurde speziell für hohe Reichweiten entwickelt. Damit unterstützen wir die Drohnenabwehr gegen sogenannte Class I Drones, also unbemannte Fluggeräte bis zu 25 Kilogramm Gewicht.”

Hensoldt hat seine Erfahrung in der Drohnenabwehr mit seinem Counter-UAV-System “Xpeller” unter Beweis gestellt. Neben dem permanenten Einsatz nutzen Kunden das System auch zur temporären Absicherung von Großveranstaltungen, zuletzt z.B. während des Gedenktages der Niederlande in Amsterdam im Mai 2020. “Xpeller” zeichne sich laut Firmenangaben durch seine Modularität und Skalierbarkeit aus. Das System könne dadurch passgenau auf Kundenanforderungen zugeschnitten werden.

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