Luftrettung auch bei Nacht

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Mit dem Night Vision Imaging System (NVIS) kann nun der ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph Westfalen" auch Einsätze bei Nacht fliegen. (Foto: ADAC Luftrettung / Holger Hoven)

Der Rettungshubschrauber (RTH) “Christoph Westfalen”, der an der ADAC-Luftrettungsstation Münster/Greven stationiert ist, kann nun auch bei Nacht Einsätze fliegen. Dazu wurde der RTH mit einem Night Vision Imaging System (NVIS) ausgestattet.

Mit dem NVIS tragen die Helikopterpiloten bei Einsätzen mit schlechten Lichtverhältnissen spezielle Nachtsichtbrillen, die Flüge bei Dämmerung und Nacht ermöglichen. Vorangegangen war eine vierwöchige Testphase im Juli. Während der Testphase kam die neue Ausrüstung insgesamt schon neunmal zum Einsatz. Damit ist das NVIS bereits an vier ADAC-Luftrettungsstationen in Benutzung. Neben der Station Münster/Greven wird das System auch bei den ADAC-Stationen Sanderbusch, Senftenberg und Mainz eingesetzt. 2019 absolvierten Hubschrauber des ADAC über 2.800 Einsätze bei Dämmerung und Nacht.

“Christoph Westfalen” kann 365 Tage rund um die Uhr für Notfalleinsätze und Patientenverlegungen alarmiert werden. Während tagsüber nur ein Pilot die Maschine fliegt, zählen bei Nachtflügen neben einem Notarzt und einem Notfallsanitäter zwei Piloten zur Besatzung. Bei dem RTH handelt es sich um einen Hubschrauber des Typs H145 von Airbus Helicopters. In der ersten Hälfte des Jahres flog der in Münster/Greven stationierte Helikopter insgesamt 463 Einsätze.

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