Genau hinschauen

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Kinder waren aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen zuletzt einem erhöhten Gewalt- und Missbrauchsrisikos ausgesetzt. Nun kommt es ganz besonders darauf an, Anzeichen für derartige Übergriffe rechtzeitig und rasch zu erkennen. (Foto: BS/Ulrike Mai, pixabay.com)

Aufgrund des Corona-Lockdowns waren Kinder und Jugendliche lange von ihren außerfamiliären Bezugspersonen isoliert. Dazu gehörten neben Freunden auch Lehrerinnen und Lehrer oder Erzieherinnen und Erzieher. Dafür waren sie außergewöhnlich lange und teilweise auf engem Raum mit ihren Familien zusammen. Das erhöhte die Gefahr familiärer Gewalt und sexuellen Missbrauchs.

Nun, da Schulen und Kindertagesstätten wieder öffnen, sind Erzieher und Lehrer besonders gefragt, ganz genau hinzuschauen und, sobald entsprechende Anzeichen bei einem Kind festgestellt werden, zu handeln und die Meldekette auszulösen. Zudem müssen Verdachtsfälle den Strafverfolgungsbehörden bekannt gemacht werden. Denn bislang bleiben die meisten Fälle noch unerkannt und werden auch nicht angezeigt.

Dabei mahnt der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig: “Auch sexueller Missbrauch ist eine Pandemie, eine Pandemie mit dramatischem Ausmaß.” Der Kampf dagegen und für den Kinderschutz dürfe auch in der Corona-Krise nicht vernachlässigt werden.

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