Historische Übung mit Israel

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Landung auf dem Flugplatz Nörvenich
Die israelischen Soldatinnen und Soldaten landen mit einer C-130 Hercules auf dem Flugplatz Nörvenich. (Foto: BS/Bundeswehr, Jane Schmidt)

Die deutsche und israelische Luftwaffe trainiert erstmals gemeinsam in Deutschland. Dazu landeten sechs israelische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 auf dem Flugplatz in Nörvenich im Kreis Düren. Insgesamt sind 180 israelische Soldatinnen und Soldaten vor Ort. Noch nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik waren israelische Kampfflugzeuge auf deutschem Boden.

Insgesamt werden die israelischen Soldaten zwei Wochen lang in Deutschland stationiert sein. In der ersten Woche üben die Soldaten beider Länder im Rahmen von “Blue Wings” gemeinsam Luftoperationen. In der darauffolgenden Woche werden die israelischen Partner an den mehrmals im Jahr stattfindenden Multinational Air Group Days (MAG Days) teilnehmen.

Der Besuch wird aber auch für die Völkerverständigung genutzt. So ist ein gemeinsamer Flug über den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck geplant. Dieser erlangte als Schauplatz des Olympiaattentates 1972 traurige Berühmtheit, als ein Befreiungsversuch der deutschen Polizei scheiterte und elf israelische Sportler sowie Betreuer starben. Ebenso steht ein gemeinsamer Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau auf dem Terminkalender. An dem Termin werden der israelische Luftwaffenchef Generalmajor Amikam Norkin, sein deutscher Amtskollege Generalleutnant Ingo Gerhartz, die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sowie der israelische Botschafter, Jeremy Issacharoff teilnehmen.

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