Smart City: Mehr Sicherheit und Bürgernähe

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(Foto: NDABCREATIVITY, https://stock.adobe.com/de/ )

Die wichtigste Aufgabe einer Behörde ist es, für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein. Dafür gibt es bereits zahlreiche Möglichkeiten, analog wie digital. Nichtsdestotrotz steigt der Grad der Digitalisierung im privaten Umfeld häufig schneller als in der öffentlichen Verwaltung. Dabei ergeben sich gerade im Rahmen der zunehmenden Vernetzung von Städten und Kommunen ganz neue Möglichkeiten.

Wie die Smart City mehr Sicherheit schafft

Es sind einige Schritte nötig, um eine nachhaltige Smart-City-Strategie zu etablieren. Zunächst muss eine Kommune die grundlegende Infrastruktur schaffen, also ein stabiles, flächendeckendes Internetangebot sowie vernetzte Geräte und Systeme. Auf dieser Basis können Städte ihre Prozesse automatisieren und das gesamte Stadtgebiet miteinander vernetzen.

Ein wichtiger Aspekt einer Smart-City-Strategie ist insbesondere die öffentliche Sicherheit. Integriert eine Kommune moderne Lösungen wie Überwachungskameras, Objektverfolgung oder GPS-Wearables in das vorhandene technologische Ökosystem, kann die Leitstelle eingehende Notrufe besser bewerten und anhand der übermittelten Bilddaten einschätzen, welche Einsatzfahrzeuge ausrücken müssen. So können die benötigten Ressourcen für Einsätze besser koordiniert werden.

Auswertung der Kommunikation für eine hohe Bürgerzufriedenheit

Eine technologische Aufrüstung ist jedoch für eine Stadt nur sinnvoll, wenn sie auch ein Nutzungskonzept hat. Gerade unter jüngeren Bürgern dürften digitale Lösungen, insbesondere für Mobilgeräte, die Akzeptanz deutlich erhöhen und gleichzeitig die Effizienz vorhandener Prozesse steigern. Auch wie Behörden mit den Bürgern kommunizieren und die Ausführung der Leistungserbringungen abwickeln steht im Fokus der Digitalisierung. Dazu ein Beispiel aus dem Alltag.

Um den Führerschein sowie das neue Autokennzeichen zu beantragen, muss ein Bürger sich mit verschiedenen Behörden auseinandersetzen, mitunter auf Online-Portalen oder über unterschiedliche Kommunikationskanäle.

Die Inhalte dieser verschiedenen Interaktionen, z. B. Sprachdialog, Chat oder E-Mail-Verkehr, kann eine Lösung, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz arbeitet, automatisch und anonymisiert auswerten. Anhand dieser Analyse kann eine Behörde die Zufriedenheit des Bürgers mit ihrer Leistungserbringung auswerten und so gegebenenfalls schneller den Grund oder das Entstehen von Unzufriedenheiten nachvollziehen. Dies stellt einen wichtigen Baustein zur kontinuierlichen Verbesserung der Abläufe innerhalb einer Organisation dar und fördert die Entwicklung neuer Erfolgsstrategien.

Genau das ist das Ziel des Avaya Happiness Index, der die Integration einer sogenannten Blockchain in die Smart-City-Strategie vorschlägt. Die Analyseergebnisse jeder Behördeninteraktion wird als eigener Datenstrom in der Blockchain festgehalten. Die Lösung sorgt durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz dafür, dass die Kommunikation zwischen Bürger und Behörde sowie die Bewertung dieser Interaktion als Datenströme analysiert und gespeichert werden. Auf diese Weise können etwaige Schwachstellen im System als Feedback an die Behörden zurückgemeldet werden, zum Beispiel ein unübersichtliches Formular. Die Behörde kann das Formular neu aufsetzen und damit die Bürgerzufriedenheit erhöhen.

Der Autor des Gastbeitrags ist Thomas Römer, Corporate Solutions Technologist Director bei Avaya Deutschland GmbH.

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