Koordinierungsstelle kommt

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In seinem Haus entsteht eine Koordinierungsstelle für Cyber-Sicherheit: Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU). Diese soll in einer ebenfalls neu entstehenden Digitalisierungsabteilung angesiedelt werden. (Foto: BS/Giessen)

In Nordrhein-Westfalen wird es künftig eine Koordinierungsstelle für Cyber-Sicherheit geben. Sie wird in der neuen Digitalisierungsabteilung des Düsseldorfer Innenministeriums angesiedelt. Als zentrale Servicestelle der Landesregierung soll sie in Zukunft dazu beitragen, das Schutzniveau der Cyber-Sicherheit im bevölkerungsreichsten Bundesland kontinuierlich zu erhöhen.

So sollen sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Unternehmen und Kritische Infrastrukturen (KRITIS) wie Kraftwerke und Krankenhäuser besser vor dem Risiko von Attacken aus dem digitalen Raum geschützt werden. Die Einrichtung erfolgt nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss sowie auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul (CDU) und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP). In der Koordinierungsstelle werden demnächst für die Cyber-Sicherheit relevante Daten und Informationen für die Landesverwaltung zentral gebündelt und weitergeleitet. Außerdem soll die neue Einrichtung den Kontakt zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) halten. Von der  Ansiedlung im Innenministerium versprechen sich die Verantwortlichen zahlreiche Synergien mit den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). In dessen nachgeordneten Bereich findet bereits die Spionage- und Cyber-Abwehr des Verfassungsschutzes statt. Außerdem existiert beim Landeskriminalamt (LKA) ein Cyber Crime-Kompetenzzentrum.

Innenminister Reul erklärte: “Kriminalität findet längst nicht mehr nur auf der Straße statt, sondern natürlich auch im Cyber-Raum. Deshalb müssen wir Innere Sicherheit in Zukunft noch digitaler denken.” Durch die Koordinierungsstelle nehme man den Cyber-Raum jetzt ganzheitlich in den Blick. Je besser Kompetenzen vernetzt würden, umso besser schütze man den Standort Nordrhein-Westfalen.

Strategie soll entwickelt werden

Und Digitalminister Pinkwart ergänzte: “Die Corona-Pandemie hat den gesellschaftlichen Trend zum mobilen Arbeiten und Lernen weiter verstärkt. Damit die beschleunigte Digitalisierung gelingt, brauchen Bürgerinnen und Bürger wie Unternehmen, Schulen und Hochschulen Vertrauen in die Sicherheit der Kommunikation.” Deshalb wolle man in der Landesregierung die Zusammenarbeit bei diesem wichtigen Thema verstetigen und gemeinsam mit Expertinnen und Experten eine Cyber-Sicherheitsstrategie für Nordrhein-Westfalen entwickeln. “Dadurch wird es uns zukünftig möglich sein, noch schneller auf digitale Bedrohungen zu reagieren und so den Schutz vor Angriffen und deren Folgen zu verbessern”, zeigte sich Pinkwart überzeugt. Die Koordinierungsstelle soll dem Kabinett jährlich einen Bericht zur Cyber-Sicherheit in Nordrhein-Westfalen vorlegen.

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