Neue Kampagne gegen Gewalt

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Inzwischen sind nicht mehr nur Polizisten (Foto) im Dienst Attacken ausgesetzt. Mittlerweile werden auch Feuerwehrleute und Mitarbeiter der Rettungsdienst angegriffen. Hier gegen wendet sich eine neue Kampagne des nordrhein-westfälischen Innenministeriums. (Foto: BS/Oliver Hallmann, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Das Düsseldorfer Innenministerium hat eine Kampagne gestartet, mit der es ein Zeichen gegen Gewalt an Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräften setzen will. Der Titel lautet “NRW zeigt Respekt!” Dazu wurden zunächst 30.000 Pins mit diesem Schriftzug hergestellt.

Diese können ab sofort von Bürgern über die Homepage des Ministeriums bestellt und getragen werden, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Maximal können zehn Stück pro Bestellvorgang geordert werden. Die Kampagne geht auf eine Initiative aller Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag zurück. Die Abgeordneten hatten die Finanzierung von jährlich 100.000 Euro bis einschließlich 2022 gesichert.

Innenminister Herbert Reul (CDU) beklagte die zunehmenden Attacken gegen die Einsatzkräfte und unterstrich: “Wir stehen mit dieser Kampagne hinter den Menschen, die durch ihren Job, ihre Berufung oder auch ihr ehrenamtliches Engagement anderen Menschen helfen.” Immer häufiger seien Einsatzkräfte mit aggressivem Verhalten, verbalen Anfeindungen und körperlichen Angriffen konfrontiert. Jedes Jahr müssten mehrere tausend Rettungskräfte, Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Hilfsdiensten, Polizistinnen und Polizisten diese Erfahrung machen. “Uniformierte werden bei der Ausübung ihrer Arbeit behindert und gefährdet”, kritisierte der CDU-Politiker. Das sei zwar kein neues Phänomen, allerdings gelte: “Es ist aber in seiner Ausprägung und Wahrnehmung in dieser Form neu. Wer Rettungskräfte, Polizistinnen oder Polizisten angreift, greift uns als Gesellschaft an.”

Am 4. September veranstaltet der Behörden Spiegel im Rahmen des “Digitalen Staates online” eine Diskussionsrunde zum Thema “Gewalt gegen Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes”. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten hier.

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