Rheinmetall unterstützt im Kampf gegen Corona

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Rheinmetall hat einen weiteren Großauftrag im Bereich der Schutzausrüstung für Personal im medizinischen und im pflegerischen Bereich erhalten. (Foto: BS/Rheinmetall)

Im Juni konnte Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall innerhalb kürzester Zeit auf eine dringende Anfrage einer Bezirksregierung in Nordrhein-Westfalen nach Schutzausrüstung für Personal im medizinischen und im pflegerischen Bereich reagieren, die aufgrund einer Corona-Großlage in ihrem Verantwortungsbereich mit einer Vielzahl von akut Infizierten einen erheblichen Bedarf an Schutzausstattung angemeldet hatte.

Im Juli ist der Düsseldorfer Konzern für Sicherheit und Mobilität vom Bund beauftragt worden, persönliche Schutzausrüstung (PSA) im Wert von rund 16 Millionen Euro netto zu liefern. Der Auftrag umfasst hohe Stückzahlen von Atemschutzmasken in verschiedenen Ausführungen, Schutzanzüge und -brillen sowie Handschuhe.

Bereits seit der Frühphase der COVID-19-Bedrohungslage leistet der Technologiekonzern substanzielle Beiträge, um dem dringenden Mangel an PSA-Material entgegenzuwirken. Bis Anfang August hat Rheinmetall rund 20-Lkw-Ladungen an den behördlichen Kunden geliefert, darunter vor allem Atemschutzmasken sowohl des Typs FFP-2 als auch einfachere OP-Masken. Der Konzern erwartet für das laufende Jahr aus dem Rahmenvertrag Bestellungen über PSA-Materialien im Wert von etwa 100 Millionen Euro.

Wohl noch nie ist ein Auftrag an Rheinmetall so schnell ergangen. Nachdem Rheinmetall zu einer Angebotsabgabe aufgefordert war und das detaillierte Angebot binnen einiger Stunden vorlag, dauerte es nur wenige Minuten bis zur Auftragserteilung durch die zuständigen Stellen der Bezirksregierung. Hunderte Frauen und Männer der Einsatzkräfte und andere Helfer konnten innerhalb kürzester Zeit mit Schutzkleidung und Masken versorgt werden, um sich im Einsatz nicht unnötigen Gefahren zu exponieren.

Die Herausforderungen bei der Bereitstellung solcher PSA-Materialien sind groß. Die nach wie vor hohe Nachfrage bei den Produzenten in China und heiß umkämpfte Frachtkapazitäten, Fragen der Zahlungsmodalitäten und der Zertifizierung, Risiken auf dem Transportweg, aufwändige Einfuhrformalitäten und die Notwendigkeit einer zuverlässigen Qualitätskontrolle – viele Probleme sind zu lösen und immer neue Hürden sind aus dem Weg zu räumen. Dazu kommt die Herausforderung, seriöse und verlässliche Anbieter in Asien und anderswo von solchen zu unterscheiden, die untaugliche und nicht zertifizierbare Ware liefern oder ihre zeitlichen Zusagen nicht einhalten.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, erklärt dazu: ” Wir schützen diejenigen, die uns schützen – auch im Bereich der medizinischen Schutzausrüstung. Wir sind froh und auch ein wenig stolz darauf, dass wir unsere Leistungsfähigkeit gerade auch dort zeigen können, wo der Bedarf am dringendsten ist. Mit unserem hochmotivierten Team sind wir sind jederzeit darauf eingestellt, PSA-Material zu liefern – spontan in der Gefahrenlage oder auch langfristig und in großen Volumina zum Aufbau einer strategischen Reserve. Auch aus Nordrhein-Westfalen haben wir diesbezüglich sehr positives Feedback erhalten. Unser Anspruch ist es, den Behörden jederzeit ein leistungsfähiger Partner zu sein.”

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