Probealarm fehlgeschlagen

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Auch bei der Warnung mithilfe der Applikation NINA (Foto) gab es Probleme. (Foto: BS/BBK)

Die Auslösung des Probelalarms am ersten deutschlandweiten Warntag seit 30 Jahren ist aufgrund eines technischen Problems fehlgeschlagen. Die bundesweite Meldung des Modularen Warnsystems (MoWaS) konnte nur verspätet zugestellt werden.

Grund dafür war eine nicht vorgesehene zeitgleiche Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen über das System. Im Vorfeld war eigentlich mit allen Partnern vereinbart worden, dass nur der Bund die Warnung über MoWas auslöst. Dies sollte über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn erfolgen, wurde jedoch nicht eingehalten. Einige Bundesländer versendeten auch selbst Warnmeldungen über das System, was zu den Problemen führte. So konnten auch die Warn-Applikationen NINA und KATWARN nicht wie vorgesehen warnen. Probleme traten auch bei der Warn-App des Landes Hessen sowie mit Sirenen in einigen Kommunen auf.

Zahlreiche Städte, darunter etwa auch Berlin, verfügen nach dem Ende des Kalten Krieges und als Ausdruck der sogenannten “Friedensdividende” jedoch gar nicht mehr über diese Warnmittel. Und dort wo es sie noch gibt, werden sie fast nur noch zur Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr genutzt. Hierzu erklärte der Innenstaatssekretär im Potsdamer Innenministerium, Uwe Schüler: “Um perspektivisch alle Bürger mit Sirenensignalen vor möglichen Gefahren warnen zu können, werden wir Möglichkeiten prüfen, das vorhandene Sirenennetz auszubauen.”

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