Vereinbarung zur Grundausbildung geschlossen

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Um die Bedarfe an Lehrgangsplätze bei der Laufbahnausbildung zu decken, finden Grundausbildungslehrgänge am Feuer-wehrtechnischen Ausbildungszentrums (FTAZ) in Leipzig statt. (Foto: BS/Klawon)

Der Innenminister Sachsens, Prof. Dr. Roland Wöller (CDU), und der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung (SPD), unterzeichneten eine Vereinbarung für die Grundausbildung bei den Berufsfeuerwehren im Freistaat. Demnach wird am Standort des neuen Feuerwehrtechnischen Ausbildungszentrums (FTAZ) die Grundausbildung für Kräfte der Berufsfeuerwehren angeboten werden.

Die Ausbildung findet zunächst in einem Pilotprojekt statt und ist auf drei Jahre begrenzt. Am FTAZ soll nach der Vereinbarung pro Jahr ein Lehrgang mit 24 Plätzen für die Anwärter der Berufsfeuerwehr und der Werkfeuerwehr der Flughafen Leipzig/Halle GmbH angeboten werden. Für die Laufbahnausbildung ist seit Mitte der 1990er-Jahre die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Sachsen (LFS) in Nardt bei Hoyerswerda zuständig. Mit der Vereinbarung soll die LFS entlastet werden. Die Schule kann trotz der erweiterten Kapazitäten auf 96 Lehrgangsplätze pro Jahr für alle sächsischen Berufs- und Werkfeuerwehren den Bedarf an Plätzen nicht komplett decken.

“Aufgrund des demografischen Wandels ergibt sich ein enormer Bedarf an Ausbildungsplätzen – allein unsere Branddirektion in Leipzig verliert in den nächsten fünf Jahren mehr als 130 Feuerwehrbeamte durch Übergang in den Ruhestand. Die Stadt Leipzig und der Freistaat schaffen mit der neuen Ausbildungsvereinbarung die Grundlage, für die wichtige Nachwuchsgewinnung in den nächsten Jahren”, betonte Jung.

“Gerade von der gemeinsamen Ausbildung von öffentlicher und privater Feuerwehr erwarten wir Impulse, die die gegenseitige Zusammenarbeit und den Brandschutz im Freistaat Sachsen fördern”, ergänzte Wöller bei der Unterzeichnung.

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