WLAN ist nicht gleich WLAN

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(Foto: rawpixel, 123rf.com)

Bereits im Jahr 2019 wurde der DigitalPakt Schule mit einem Fördervolumen von 5,5Mrd. € von der Bundesregierung beschlossen. Die Gelder wurden unter anderem aufgrund von komplizierten Genehmigungsverfahren nur in geringfügigem Maße abgerufen. Im Zuge der Coronakrise ist den Verantwortlichen jedoch noch einmal mehr bewusst geworden, wie wichtig eine funktionsfähige digitale Schulinfrastruktur ist, um auch in Zukunft für sämtliche Gegebenheiten gerüstet zu sein.

Die Basis dafür ist das WLAN. Zur Gewährleistung des Datenschutzes und zur Absicherung vor Bedrohungen aus dem Netz, werden an Bildungseinrichtungen jedoch ganz andere Anforderungen gestellt, als an den privaten WLAN-Ausbau. Um die Schüler zu schützen und Rechtssicherheit zu garantieren, reicht es nicht aus Access Points zu installieren und loszulegen. Bei der Digitalisierung von Schulen sind zwei maßgebliche Faktoren nicht zu vernachlässigen.

Keine Insellösung schaffen

Der erste Aspekt ist keine Insellösung zu schaffen, sondern alle Komponenten so aufeinander abzustimmen, sodass ein sicheres, nachhaltiges und funktionsfähiges IT-Konzept installiert werden kann. Dies ist auch eine Grundvoraussetzung zum Abrufen von Geldern aus dem DigitalPakt auf Basis von Förderrichtlinien der einzelnen Länder.

IT-Security made in Germany

Der zweite Aspekt ist auf Produkte deutscher Hersteller zu setzen. Dies bietet gleich mehrere Vorteile. Zum einen kann nur so EVB-IT Konformität gewährleistet werden. Zum anderen stärkt es die deutsche Wirtschaft und deutsche Unternehmen. Des Weiteren ermöglicht es deutschsprachigen Service, zeitnahe Wartungs- sowie Problemlösungsmöglichkeiten und garantiert den Schulen Backdoorfeiheit. Die Absicherung sensibler, schützenswerter Schülerdaten kann nur mit Lösungen garantiert werden, die von deutschen Herstellern konzipiert und entwickelt wurden.

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Abgestimmte Features für Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit

Eine aufeinander angestimmte Komplettlösung (WLAN, Firewall) beinhaltet getrennte Netze für Schüler, Lehrer und Gäste inklusive sicherer Zugangsmöglichkeiten. Eine zentrale und benutzerfreundliche Verwaltung mittels eines Webinterface und die Unterstützung von BYOD-Geräten sind weitere Komponenten. Ebenso muss eine Integration in bestehende Klassenraum-Management-Systeme gegeben sein, um Unterrichtsabläufe störungsfrei zu ermöglichen und die Verwendung von Whiteboards und weiteren digitalen Geräten zu erleichtern.

Da die Datensicherheit im Schulwesen immer eines der wichtigsten Elemente ist, muss neben der Installation einer Internetverbindung auch auf eine Absicherung mithilfe einer Firewall geachtet werden. Egal ob Backdoorfreiheit oder die Absicherung der Schüler vor Spam, Trojanern und jugendgefährdendem Inhalt via Jugendschutz-, Contentfilter und transparentem HTTPS-Scanning, keines dieser Elemente ist zu vernachlässigen.

Zum Schluss ist es essenziell auf eine gute technische Ausstattung der Geräte zu achten. Die Access Points sollten verschiedene Netze ausstrahlen können, mit leistungsstarken Antennen und weiteren Komponenten wie 4-fach MIMO und einem PoE-Switch ausgestattet sein. Auch die Verwendung vom 2,4 GHz- sowie 5 GHz-Netz sollte möglich sein, um in der praktischen Anwendung nicht mit unnötigen Problemen konfrontiert zu sein.

Wie sie sehen, ist WLAN nicht gleich WLAN und der Ausbau sowie die Absicherung einer in sich geschlossenen IT-Infrastruktur eine große Herausforderung für alle beteiligten. Der Schlüssel ist auf die richtigen Produkte deutscher Hersteller zu setzen, um nachhaltig für die Schule von morgen gerüstet zu sein.

Der Autor des Gastbeitrags ist Frank Menne, Geschäftsführer der OctoGate IT Security Systems GmbH.         

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