Über 300 Menschen ertrunken

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Die Rettungsschwimmer der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) konnten vergangenes Jahr 950 Personen das Leben retten. (Foto: Divebalu, pixabay.com)

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat Bilanz für den Sommer gezogen. So sind bis Ende August 329 Personen in deutschen Gewässern ertrunken. Während die Zahl der Verunglückten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 zurückging, beklagten die Retter im August einen Höchststand der Ertrunkenen. Nur im Vergleichssommermonat des Jahres 2003 war diese Zahl zuletzt höher.

Die Unfallschwerpunkte bilden größtenteils unbewachte Binnengewässer, wie Seen und Flüsse. Insgesamt verstarben an diesen Orten 287 Menschen. Dies sind rund 85 Prozent der Gesamtzahl. Erfreulich stimmt der Blick an die deutsche Küste. Dort sank erneut die Zahl der Ertrunkenen um vier auf 18 Personen. Die DLRG überwacht die Nord- und Ostsee mit rund 90 Rettungsstationen von Mai bis Mitte September. Ebenso konnte eine erfreuliche Entwicklung der Unfälle in Schwimmbädern verzeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Zahl auf sechs Verunglückte. Der Ertrinkungstod bleibt jedoch ein männliches Problem. Fast 80 Prozent der Todesfälle entfielen auf Männer. Im Freistaat Bayern starben mit 68 Todesfällen die meisten Personen.

“Die Ursachen sind wie so oft Leichtsinn, Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft und insbesondere das Schwimmen in unbewachten Gewässern”, sagte DLRG-Präsident Achim Haag zu der Vorstellung der Sommerbilanz. ” Erfreulich ist, dass wir verglichen mit dem Vorjahr weniger Fälle von Ertrunkenen insgesamt haben. Der Sommer war dieses Mal speziell im Juni und Juli etwas verhaltener. Die Statistik zeigt jedoch auch: Sobald es heiß wird, gehen die Leute – oft zu sorglos – ins Wasser.”

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