Leitfaden veröffentlicht

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Die Brandschutzerziehung für Menschen mit Behinderung erfordert eine andere Herangehensweise. Ein Leitfaden soll Abhilfe schaffen. (Foto: BS/Gino Crescoli, pixabay.com)

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb) haben zusammen einen Leitfaden für die Brandschutzaufklärung für Menschen mit Behinderungen veröffentlicht.

Für die Publikation “Roter Faden für den Brandschutz bei Menschen mit Behinderung” zeigten sich Wilhelm Deml, Helmut Hülsken und Karlheinz Ladwig, aktuelle und ehemalige Mitglieder des Ausschusses “Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung von vfdb und DFV”, verantwortlich. Der Leitfaden bietet Hinweise und Empfehlungen für die Brandschutzaufklärung von Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen.

“Unser Ziel ist es, sowohl auf die besondere Situation bei der Gefährdung von Menschen mit Behinderungen bei Bränden aufmerksam zu machen, als auch den Brandschutzerzieherinnen und Brandschutzerziehern geeignete Informationen und Mittel an die Hand zu geben, damit die Aufklärungsarbeit erfolgreich wird”, erklärte Kircher, Vorsitzender des Ausschusses, zu dem Leitfaden.

Unterschiedliche Schwerpunktsetzung bei der Aufklärung

Dabei erklären die Autoren zunächst, was unter einer Behinderung zu verstehen ist und welche Arten es davon gibt. Konkret geben sie unter anderem Anweisungen zur Gestaltung der Brandschutzerziehung von Menschen mit körperlichen, geistigen, Hör- und Sehbehinderungen. Während bei Menschen mit körperlichen Behinderungen der Fokus besonders auf alternative Rettungswege und personenbezogene Evakuierungspläne gelegt werden sollte, sollte bei Menschen mit geistigen Behinderungen die Kommunikation möglichst einfach aber einprägsam sein. Dazu bietet sich die Arbeit mit Symbolen, Bildern und Spielen sowie Liedern an. Die Lerninhalte sollten möglichst häufig wiederholt werden.

Neben der Brandschutzerziehung widmet sich der Leitfaden zudem den Räumungskonzepten von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Dabei werden verschiedene Maßnahmen und Überlegungen für die Räumung im Ernstfall vorgestellt. So sei es ratsam die Konzepte individuell für jedes Stockwerk anzupassen sowie regelmäßige Übungen dafür durchzuführen. Der komplette Leitfaden findet sich hier.

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