Staatsverschuldung auf neuem Höchststand

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Die Maßnahmen zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Verschuldung vor allem auf Bundesebene stark erhöht. (Foto: Gerd Altmann, pixabay.com)

Bund, Länder und Gemeinden waren zum Ende des 1. Halbjahres 2020 mit 2,11 Billionen Euro verschuldet. Dem Statistischem Bundesamt (Destatis) zufolge stieg die öffentliche Verschuldung damit gegenüber dem Jahresende 2019 um 11,1 Prozent beziehungsweise um 210,1 Milliarden Euro an. Der Anstieg sei im Wesentlichen durch finanzielle Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise begründet.

Mit knapp 14 Prozent stieg die Verschuldung des Bundes am stärksten auf 1,35 Billionen Euro an. Die Verschuldung der Länder erhöhte sich im gleichen Zeitraum um acht Prozent auf 0,62 Billionen Euro. Prozentual stieg die Verschuldung in Sachsen (+89,6 %), Bayern (+30,6 %) und Bremen (+20,4 %) am stärksten.

In den Kommunen erhöhte sich die Verschuldung um 0,8 Prozent auf 0,13 Billionen Euro. Innerhalb der Länder war die Verschuldung der Kommunen dabei sehr unterschiedlich: Die Schulden stiegen vor allem in Gemeinden und Gemeindeverbänden in Schleswig-Holstein (+5,4 %), Hessen (+4,2 %) und Niedersachsen (+2,2 %). Dagegen sanken die Schulden insbesondere im Saarland (‑14,4 %), Sachsen (‑7,3 %) und Thüringen (-4,7 %).

Der Rückgang in den saarländischen Gemeinden und Gemeindeverbänden sei zum großen Teil dadurch begründet, dass im 1. Halbjahr 2020 das vom Land verwaltete „Sondervermögen Saarlandpakt“ 300 Millionen Euro der Kassenkredite der Gemeinden und Gemeindeverbände übernommen hat.

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