Weitere 440 AGDUS-passiv für das GÜZ

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Panzerrohr mit AGDUS
(Foto: Bundeswehr/Marco Dorow)

Zur Regeneration des Systems AGDUS-passiv im Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) beschafft das BAAINBw weitere 440 Systeme des kabelgebundenen AGDUS-passiv von Rheinmetall. Das GÜZ ist die zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres, die Ausbildung erfolgt in einsatznahen Szenarien. Fahrzeuge ohne eigenes Waffensystem müssen zur Teilnahme an der Ausbildung im Verbund mit aktiven Waffensystemen mit einem AGDUS-passiv (Ausbildungsgerät Duellsimulator) ausgerüstet und so in die GÜZ-Systemtechnik eingebunden werden.

Das neue AGDUS-passiv hat dabei laut Ausschreibung folgende Funktionen zu erfüllen:

  • Detektion von Treffern durch direkten Beschuss;
  • Auswertung der Trefferwirkung in einem Wirkmodell;
  • Ausgabe von Daten auf dem Simulations-CAN-Bus;
  • Empfang von Daten vom Simulations-CAN-Bus und Verarbeitung dieser Daten;
  • Anzeige von taktischen und technischen Informationen für die Fahrzeugbesatzung über die Anzeige- und Bedieneinheit, optische Wirkungsdarstellung von Treffern und taktischem Status über die Blitzleuchten des AGDUS-passiv;
  • Muss an alle vorhandenen Fahrzeugrüstsätze der passiven Fahrzeugtypen des GÜZ auch mit Erweiterung des Dachsensors adaptierbar sein;
  • Fehlerfreie EMV-Prüfung an jedem Fahrzeugtyp der passiven Fahrzeuge (Fahrzeuge ohne eigenes Waffensystem).

Ein System AGDUS-passiv besteht dabei aus einer Zentraleinheit, vier Sensormodulen, einem Dachsensor und einer Anzeige- und Bedieneinheit (ABE). Die Zentraleinheit beinhaltet die Recheneinheit zur Auswertung der Duellsimulation durch direkte Wirkungstreffer und alle internen Schnittstellen zur ABE, zu den Sensormodulen und zum Dachsensor und realisiert die externen Schnittstellen zum Simulations-CAN-BUS und Nahbereichsfunk WiDAG. In den Sensormodulen befinden sich die Laserdetektoren für die laserbasierte Duellsimulation, Blitzleuchten zur Effektdarstellung und die Funkschnittstelle zur kabellosen Anbindung an die Zentraleinheit. Die ABE besteht aus einem Bediengerät mit Display, akustischem Signalgeber und Eingabemöglichkeiten in den drei Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch.

Beginn der Lieferung ist der 3. Mai 2021, bis zum 19. Oktober 2023 soll der Auftrag abgeschlossen sein.

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