1.000 neue Lkw aus dem Corona-Konjunkturpaket

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(Foto: Rheinmetall)

Die Bundeswehr meldete heute die Beschaffung von 1.000 neuen ungeschützten Lkws, deren Finanzierung aus Mitteln des coronabedingten Konjunktur- und Krisenbewältigungspaketes der Bundesregierung vom Haushaltsausschuss genehmigt wurde. Der Auftrag hat einen Wert von rund 398 Millionen Euro.

Die Bestellung umfasst 150 Lkw der Zulassungsklasse fünf Tonnen und 850 Fahrzeuge der Zulassungsklasse 15 Tonnen, beides Mitglieder der HX-Familie von Rheinmetall. „Die Fahrzeuge zeichnen sich durch eine große Robustheit, ihre Geländegängigkeit und besondere militärische Ausstattungen aus“, beschreibt die Bundeswehr. „Sie dienen unterschiedlichen Aufgaben, etwa dem Transport von Stückgut, Munition, Betriebsstoffen, Kabinen oder Containern. Damit werden nicht nur die bestehenden Transportfahrzeuge aus den 1970er-Jahren ausgetauscht, sondern auch die Beweglichkeit der Streitkräfte verbessert. Der bestehende Rahmenvertrag für die ungeschützten Transportfahrzeuge soll dazu erweitert werden und die Lieferung der Fahrzeuge innerhalb der nächsten beiden Jahre erfolgen.“

Lieferant der Lkws ist Rheinmetall, da es sich bei den Fahrzeugen um den Abruf eines am 5. Juli 2017 durch das Bundesamt für Ausrüstung Informationstechnik und Nutzung (BAAINBw) erteilten und auf sieben Jahre angelegten Rahmenvertrages handelt. Dieser Rahmenvertrag umfasste die Gesamtzahl von 2.271 ungeschützten Transportfahrzeugen der HX-Familie im Wert von insgesamt rund 900 Millionen Euro (inklusive Sonderwerkzeugen und Ausbildungsleistungen). In einem ersten Schritt war ein Los von 558 Lkws unter Vertrag genommen worden. Ein zweites Los folgte im Sommer 2019 mit 252 Lkws für 92 Millionen Euro. Mit diesen neuen Fahrzeugen der HX-Familie löst die Bundeswehr unter dem Projektnamen Ungeschützte Transportfahrzeuge (UTF) die alten Modelle der KAT I-Generation ab, die teilweise schon vor 40 Jahren beschafft wurden.

Neben den Lkw sollen ebenfalls 1.850 Wechselpritschen für 48 Millionen Euro aus dem Corona-Konjunkturpaket beschafft werden. „Eine Wechselpritsche ist ein genormter und austauschbarer Ladungsträger, der nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden ist. Für die Truppe reduziert sich damit die Zeit bei Lade- und Entladevorgängen sowie ihre Flexibilität erheblich“, so die Bundeswehr. „In zwei Verträgen werden 950 Stück Wechselpritschen von 15 Fuß Länge und 900 Stück von 20 Fuß Länge beschafft, die 2022 genutzt werden sollen.“

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