Martina Rosenberg erste Frau als Präsidentin des Militärischen Abschirmdienstes (MAD)

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Martina Rosenberg bei ihrer Ernennung zur Bundeswehrdisziplinaranwältin. (Foto: Verband der Beamten und Beschäftigten der Bundeswehr e.V. (VBB))

Mit der Juristin Martina Rosenberg wird erstmals eine Frau Präsidentin des Militärischen Abschirmdienstes (MAD). Sie war bisher als Bundeswehrdisziplinaranwältin am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig tätig, also gewissermaßen die Staatsanwaltschaft bei Disziplinarverfahren gegen Soldaten.

Rosenberg folgt Christof Gramm, der vergangene Woche durch die Verteidigungsministerin mit Wirkung zum Oktober in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde (Der Behörden Spiegel berichtete). Rosenberg besaß als Fachvorgesetze aller Wehrdisziplinaranwaltschaften der Bundeswehr bereits eine Schlüsselrolle zur Bekämpfung von Rechtsextremismus in den Streitkräften. Diese Erfahrungen sollen nun dazu genutzt werden, dass durch den MAD Erkenntnisse und Vorkommnisse in einer Weise ermittelt werden, die eine Grundlage für klare juristische und disziplinare Konsequenzen bilden können.

„Ich freue mich, dass wir mit Frau Rosenberg wieder eine fachlich sehr versierte, kommunikative und durchsetzungsstarke Behördenleiterin gefunden haben“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Ich habe Frau Rosenberg gebeten, nach ihrem Amtsantritt und Gesprächen vor Ort gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein eigenes Programm zur weiteren Modernisierung des BAMADBundesamt für den Militärischen Abschirmdienst und zur Stärkung des Kampfs gegen Rechtsextremismus in der Bundeswehr vorzulegen.“

Rosenberg trat nach einem Jurastudium und dem juristischen Vorbereitungsdienst im Oktober 2000 in die Bundeswehrverwaltung ein. Nach Verwendungen als Rechtsberaterin und Rechtslehrerin, Geheimschutzbeauftragte, als Referatsleiterin in der Personalabteilung des BMVg und als Leiterin des Parlaments- und Kabinettsreferats, wurde sie 2018 zur Bundeswehrdisziplinaranwältin ernannt. Nun ist sie rückwirkend seit dem 1. Oktober 2020 die erste Präsidentin des MAD.

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