Schützenpanzer Marder erhält neue Wärmebildzielgeräte

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(Foto: Bundeswehr/Marco Dorow, flickr.com)

Ebenfalls gestern billigte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die 25-Mio-Vorlage zur Beschaffung von 244 neuen Wärmebildzielgeräten für den Schützenpanzer Marder. Der Auftrag hat einen Wert von rund 27 Millionen Euro, neben den Wärmebildzielgeräten umfasst er auch Zubehör und Ersatzteile. Die entsprechenden aktuellen Systeme des Marders sind bereits so veraltet, dass noch nicht einmal mehr die notwendigen Ersatzteile auf dem Markt verfügbar waren.

Hintergrund dieser Modernisierungsmaßnahme ist die Befürchtung, dass der Schützenpanzer Puma bis zur VJTF 2023 noch nicht die notwendige Einsatzreife erreicht haben könnte. Da Deutschland allerdings die Führung der NATO-Speerspitze VJTF 2023 übernommen hat – und somit in dem Jahr für die Erstverteidigung der Ostflanke des Bündnisses zuständig ist – wäre das Nichtvorhandensein von einsatzbereiten Schützenpanzern ein überaus peinliches Armutszeugnis für das reichste Land Europas. Also muss der bereits 1971 in die Truppe eingeführte Marder auf einen technologischen Stand gebracht werden, der ihn im Verbund mit den anderen an der VJTF 2023 teilnehmenden Nationen bestehen lässt.

Laut Bundeswehr handelt es sich bei den neuen Wärmebildzielgeräten um „eine Variante von Zielgeräten, die bereits in der Fernbedienbaren Leichten Waffenstation 200 und im Spähwagen Fennek der Joint Fire Support Teams der Artillerie eingesetzt werden“.

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