Besserer Austausch zwischen Kommunen

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Im Datenaustausch auf der kommunalen Ebene liegt noch einiges Potenzial für eine bessere Nutzung der digitalen Möglichkeiten. Um dies zu fördern, wird im Erzgebirge ein neues Projekt gefördert. (Grafik: geralt, pixabay.com)

Sachsens Staatssekretär Dr. Frank Pfeil hat vergangene Woche in Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis) Landrat Frank Vogel einen Fördermittelbescheid in Höhe von 57.000 Euro überreicht. Mit diesen Mitteln soll der Datenaustausch nicht personenbezogener Daten zwischen den Verwaltungsebenen aufgebaut und analysiert werden.

“Die heute erhobenen und verfügbaren, nicht personenbezogenen Daten ermöglichen unseren Verwaltungen noch effizienteres Handeln. Vor allem aber im Datenaustausch unter den einzelnen kommunalen Ebenen liegt noch ungenutztes Potenzial, das wir heben wollen”, sagte Pfeil. “Mit Datenaustauschplattformen können wir doppelte Eingaben und lange Abfragewege vermindern. Das ist beispielsweise bei Planungen, die gemeindeübergreifend wirken, sehr sinnvoll. Ich kann mir gut vorstellen, dass auf der Basis des Konzeptes des Erzgebirgskreises weitergehende Plattformen aufgebaut werden können. Denkbar sind beispielsweise Auswertungen von plötzlichen Ereignissen wie Hochwasser- oder Waldschadenereignissen.”

Der Erzgebirgskreis will ein regionales thematisches Vernetzungskonzept erstellen, um das bereits bestehende Onlineportal so zu ertüchtigen, dass der Datenaustausch zwischen den kommunalen Ebenen auf weitere Gebiete ausgedehnt werden kann. Dieser sogenannte “Kommunalswitch” vermeidet doppelte Dateneingaben und macht Datensätze frei verfügbar. Dabei soll keine weitere zentrale Datenbank geschaffen werden. Ziel sei vielmehr eine Infrastruktur, die vorhandene Daten verschiedener Datenbanken nutzerfreundlich für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung stellt.

Zu diesem Zweck kooperieren neben dem Erzgebirgskreis als Antragsteller zusätzlich auch der Landkreis Zwickau sowie einige Gemeinden beider Kreise und mehrere Verbände und Vereine miteinander. Das Projekt soll zeigen, wie das bestehende Portal so ertüchtigt werden kann, dass der Austausch zwischen verschiedenen Ebenen auf unterschiedlichen Gebieten möglich wird. Gleichzeitig soll eine freiwillige Standardisierung der Datensätze vorangebracht werden, um die diversen Insel- und Fachlösungen effizient zu verknüpfen oder zu ersetzen.

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