Empfehlungen rund um CO veröffentlicht

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Das Auspuffrohr eines Autos
Eine Vergiftung mit Kohlenmonoxid (CO) kann schwerwiegende Folgen haben. (Foto: Andreas Lischka, pixabay.com)

Kohlenmonoxid (CO) ist ein heimtückisches und gefährliches Gas. Es ist geruchs- und geschmacklos sowie für das menschliche Auge unsichtbar. Eine Intoxikation mit dem Gas kann gravierende Langzeitfolgen haben und bis zum Tod führen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat deshalb zwei Empfehlungen rund um CO veröffentlicht.

Die DGUV widmet sich in einer Empfehlung der Problematik der Abgase von Dieselmotoren in Rettungswachen. Da die meisten Fahrzeuge von Feuerwehr und Hilfsorganisationen mit Diesel betrieben werden, können in den (teilweise) geschlossenen Abstellbereichen die Grenzwerte von CO oder Kohlenstoffdioxid (CO2) durch die Abgase schnell überschritten werden. Dieselrußpartikel, die von Motoren ausgestoßen werden, gelten als krebserzeugend.

Gemäß der Gefahrstoffverordnung sind Betreiber von Feuerwehren und Hilfsorganisationen verpflichtet, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter bei allen Tätigkeiten zu gewährleisten. Deshalb müssen im Zuge einer Gefährdungsbeurteilung alle Risiken ermittelt und die erforderlichen Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Nach Feststellung einer Abgas-Exponierung sind Maßnahmen, wie die Einrichtung einer Absaugvorrichtung zu ergreifen. Bei Neubeschaffungen von Fahrzeugen sollte auch die mögliche Neubeschaffung von Absauganlagen beachtet werden. Zudem können durch weitere Maßnahmen, wie das Verwenden von Drucklufterhaltungssystemen oder von aufsteckbaren Dieselpartikelfiltern, das Schutzziel erreicht werden.

Warngeräte schützen vor einer Vergiftung

Aber auch an Einsatzorten kann CO gefährlich werden, deshalb ist auch bei jeder Alarmierung zu prüfen, in welchem Maße CO-Warngeräte zu tragen sind. Je nach Expositionslage sind unterschiedliche Maßnahmen zu ergreifen. Bei einer erhöhten CO-Konzentration sollte zum Beispiel die Aufenthaltsdauer im Gefahrenbereich unter 15 Minuten liegen. Bei CO in gefährlicher Konzentration ist der Einsatz nur unter Atemschutz durchzuführen. Die Fachempfehlung “Abgase von Dieselmotoren in Feuerwehrhäusern und Stützpunkten von Hilfeleistungsorganisationen” findet sich hier.

Die Fachempfehlung “Einsatz von Kohlenmonoxidwarngeräten bei Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen” findet sich hier.

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